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Streit um Impfstrategie : Scholz: Müssen mehr Impfstoff besorgen

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Die Bundesregierung setze alles daran, genügend Impfstoff zu besorgen, sagt Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) in der Sendung "Berlin direkt". Dieser sei "der Ausweg aus der Krise".

Die Politik könne mit verschiedenen Maßnahmen dazu beitragen, dass "sich das Virus nicht zu schnell verbreitet", sagt Scholz. Man dürfe aber nicht den Eindruck erwecken, "als ob mit der einen Maßnahme in drei Wochen alle Probleme gelöst sind". Seriös könne man nur sagen, dass diese Maßnahmen helfen sollen, "aber wie es genau wirken wird, das können wir nicht genau sagen", sagt der Vizekanzler am Abend in der ZDF-Sendung "Berlin direkt".

Impfstoffbeschaffung wird Chefsache

Außer der Impfung gebe es derzeit "keine Möglichkeit sicherzustellen, dass wir das Infektionsgeschehen in den Griff bekommen", sagt er. Der einzige Ausweg aus der Corona-Krise sei deshalb der Impfstoff. Laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sind mittlerweile etwa eine halbe Million Menschen in Deutschland geimpft.

Scholz sieht es deshalb als vordringliche Aufgabe der Bundesregierung, dafür zu sorgen, dass"genügend Impfstoff rechtzeitig zur Verfügung steht". Er zeigt sich zuversichtlich, dass das jetzt "Stück für Stück der Fall sein" werde. Um dieses Ziel zu erreichen gebe es bereits einen neuen Kabinettsausschuss unter Leitung der Kanzlerin. Dieser soll etwa klären, ob es die Möglichkeit gibt, Produktionskapazitäten weiter auszubauen, so der Vizekanzler.

Impfspritze und Verlauf der Zahl der Corona-Impfungen
Grafiken

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Spahn muss Fragen beantworten

In der Corona-Pandemie sei es als Politiker besonders wichtig, offen zu sprechen und klar und transparent zu agieren. Dazu gehöre auch, "dass wir nicht vorhersagen können, wie sich die Virusinfektion entwickelt, sondern dass wir jeweils abhängig vom Infektionsgeschehen notwendige Entscheidungen treffen", sagt Scholz. Bereits am Montag treten in den Bundesländern neue Verschärfungen der Corona-Maßnahmen in Kraft.

Wegen des schleppend angelaufenen Impfstarts hatten die SPD-geführten Bundesländer einen Fragenkatalog an Gesundheitsminister Spahn geschickt. Sie machen ihn für die Versäumnisse verantwortlich und drängen nun auf Antworten. Dieser Schritt sei "dringend notwendig" gewesen, sagt Scholz bei "Berlin direkt". "Ich habe das Gefühl, viele in Deutschland sind sehr froh, auch viele Journalistinnen und Journalisten, die gern diese Fragen gestellt hätten, dass sie jetzt auf dem Tisch liegen und das zugesagt ist, sie werden alle beantwortet".

Zwei mRNA-Impfstoffe sind da – und viele Fragen tauchen auf. Drei Fragen beantworten wir hier: Mutation, Ampullen, Erbgut.

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2 min
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Früher Impfstoff ist "Zeichen der Hoffnung"

Bei allen Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Impfstart in Deutschland - es gibt auch Grund, positiv zu denken, meint der SPD-Politiker: "Es ist eine gute Sache, ein Zeichen der Hoffnung, dass überhaupt zu diesem Zeitpunkt schon Impfstoffe zur Verfügung stehen." Die Geschwindigkeit, mit der heutzutage Impfstoffe entwickelt würden, die neuen Technologien und die Tatsache, dass viele wissenschaftliche Entwicklungen aus deutschen Unternehmen kämen, "das ist schon etwas, worüber wir sehr froh sein können", so Scholz.

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