Sie sind hier:

Steigende Lebenshaltungskosten : Scholz besorgt über Kostenexplosion

Datum:

Wegen steigender Lebenshaltungskosten zeigt sich Bundeskanzler Olaf Scholz besorgt und spricht von "sozialem Sprengstoff". Die Regierung will weitere Entlastungen prüfen.

Bundespräsident Steinmeier lobt die bisherigen Entlastungs-Maßnahmen im Blick auf gestiegene Energiepreise, fordert aber eine gerechtere Verteilung der Lasten. Bundeskanzler Scholz warnt vor sozialem Sprengstoff, will hohe Heizkosten abfedern.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Angesichts steigender Lebenshaltungskosten zeigt sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) besorgt. "Wenn plötzlich die Heizrechnung um ein paar Hundert Euro steigt, dann ist das eine Summe, die viele nicht wirklich bewältigen können", sagte er in der ARD.

Das ist sozialer Sprengstoff.
Olaf Scholz, Bundeskanzler

Laut Scholz gelte es, alles zu tun, was möglich sei, damit die Energieversorgung weiter funktioniere. Er verwies zugleich auf die Entlastungspakete, die die Bundesregierung bereits geschnürt habe, und Maßnahmen wie die Erhöhung des Grundfreibetrags oder die Heizkostenpauschale für Wohngeldempfänger.

Regierung will sich mit weiteren Entlastungen beschäftigen

Bei einem Krisentreffen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften am Montag würden indes wohl "noch keine konkreten Maßnahmen" vereinbart, sagte Scholz. Vertreter von Regierung, Arbeitgebern und Gewerkschaften wollen bei der ersten Sitzung der so genannten konzertierten Aktion im Kanzleramt darüber beraten, wie reale Einkommensverluste verhindert werde können.

Es gehe vielmehr darum, "einen Prozess aufzusetzen, bei dem klar ist: Es werden sich in Deutschland wieder alle unterhaken." Seine Regierung werde sich mit der Notwendigkeit weiterer Entlastungen beschäftigen, sagte Scholz.

Bundespräsident Walter Steinmeier hatte im ZDF-Sommerinterview weitere Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger gefordert.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fordert im ZDF-Sommerinterview, dass vor allem Geringverdiener angesichts steigender Preise weiter entlastet werden.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Gewerkschaftsbund fordert Energiepreisdeckel für Privathaushalte

Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), Yasmin Fahimi, die auch an dem Treffen im Kanzleramt teilnehmen wird, mahnte ein drittes Entlastungspaket an, zu dem ein Energiepreisdeckel für Privathaushalte gehören müsse.

Scholz wollte sich im ARD-Sommerinterview auf Nachfrage nicht zu Fahimis Vorstoß äußern. "Wir werden alle Fragen besprechen", sagte er. Der Kanzler verwies darauf, dass seine Regierung die Bürgerinnen und Bürger bereits um 30 Milliarden Euro entlastet habe.

"Die Verbraucher werden die sehr stark steigenden Gaspreise erst im Winter merken" mit "bis zu 400% Preissteigerungen", so Prof. Claudia Kemfert, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung.

Beitragslänge:
4 min
Datum:

Die Wirkung dieser Entlastungspakete müsse nun zunächst einmal abgewartet werde. Klar sei aber auch: "Wir müssen jetzt weitermachen", unterstrich Scholz. Einen Termin für ein weiteres Entlastungspaket wollte der Kanzler aber noch nicht nennen.

Grüne wollen Entlastungen für Geringverdiener, Union kritisiert Scholz

Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann mahnte gegenüber den Funke-Zeitungen eine gezielte Entlastung von Geringverdienern an - etwa über höhere Hartz-IV-Sätze.

Dort, wo Hilfe besonders dringend benötigt wird, werden wir auch über gezielte staatliche Entlastungen, wie höhere Regelsätze in der Grundsicherung, sprechen müssen.
Britta Haßelmann, Fraktionschefin die Grünen

Von der Union kam unterdessen heftige Kritik. Scholz treffe mit dem Ansatz, durch Entlastung eine inflationstreibende Lohn-Preis-Spirale zu vermeiden, "nicht den Kern des Problems", sagte CDU-Chef Friedrich Merz der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Christian Lindner

Energie- und Lebensmittelpreise - Lindner: Neues Entlastungspaket erst 2023 

Bundesfinanzminister Lindner will erst im kommenden Jahr ein weiteres Entlastungspaket schnüren. Neue Haushaltsmittel stünden 2022 nicht mehr zur Verfügung.

Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Zur Altersprüfung

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der ZDFmediathek.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Möglicherweise hast du einen Ad/Script/CSS/Cookiebanner-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert. Falls du die Webseite ohne Einschränkungen nutzen möchtest, prüfe, ob ein Plugin oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus.