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Zwei Tage vor Bundestagswahl - Scholz, Laschet und Baerbock im Endspurt

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Für alle Parteien neigt sich der monatelange Wahlkampf dem Ende. Für die Kandidaten hat es sich ausgekämpft: Am Sonntag entscheiden nun die Bürgerinnen und Bürger - wie, ist offen.

Es ist der Abschluss eines langen und aufreibenden Wahlkampfs: Die Kanzlerkandidaten von Union, SPD und Grüne warben auch heute um die Stimmen der Unentschlossenen.

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Mit einem leichten Umfragevorsprung der SPD gehen die Parteien in die Bundestagswahl an diesem Sonntag. Deren Ausgang gilt angesichts eines guten Teils noch unentschlossener Wählerinnen und Wähler jedoch als absolut offen.

Union, SPD und Grüne kämpften am Freitag bei Schlussveranstaltungen nochmals um Wählerstimmen. Letzte kleinere Veranstaltungen sind auch noch für diesen Samstag geplant.

In Berlin fanden Wahlkampf-Abschlusskundgebungen der beiden Oppositionsparteien AfD und Linke statt. Die Linke warb bei ihrem Wahlkampfauftritt für ein breites Linksbündnis. Das AfD-Spitzenduo trat erstmals mit Bundessprecher Meuthen auf.

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SPD-Kandidat Scholz wirbt mit "Aufbruch"

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz sagte beim Wahlkampfabschluss in Köln: "Mein Eindruck ist, viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich einen Aufbruch." Dieser gelinge aber nur mit einem Regierungswechsel.

Das war das Finale im Wahlkampf. Am Abend gab es die letzten Abschlusskundgebungen.

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Die Grünen bezeichnete er als möglichen Partner für eine neue Klimapolitik, kritisierte aber: "Sie haben eine ganz kleine Umsetzungsschwäche." Im Wahlkampf war es dem SPD-Spitzenkandidaten Scholz gelungen, mit den noch bis in den Juli hinein bei 15 bis 16 Prozent liegenden Sozialdemokraten an Union und Grünen vorbeizuziehen. Im letzten ZDF-Politbarometer vor der Wahl liegt die SPD mit 25 Prozent vor der Union mit 23 Prozent. Grüne: 16,5 Prozent.

Laschet: Das Erbe Merkels weitertragen

Kanzlerkandidat Laschet warnte unterdessen erneut vor einer rot-rot-grünen Bundesregierung. Diese werde nach der pandemiebedingten Krise nicht zu Wachstum beitragen. Die Union müsse jetzt das Erbe von 16 Jahren Angela Merkel weitertragen. "Wenn wir das jetzt falsch machen, kann all das verspielt werden, was in 16 Jahren geleistet worden ist", warnte Laschet.

Zur Distanzierung Angela Merkels von Olaf Scholz, der eine mögliche „Rot-Rot-Grüne“-Koalition nicht ausschließe, erklärt ZDF-Studioleiter Theo Koll: Bisher habe sich die Kanzlerin aus dem Wahlkampf weitgehend herausgehalten, das habe sich nun geändert.

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Beim Wahlkampfabschluss der Union in München betonte CSU-Chef Markus Söder, es werde so knapp wie nie. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die nach 16 Jahren im Amt nicht wieder kandidiert und sich aus der Politik zurückziehen wird, plant, CDU-Chef Armin Laschet auf der Zielgerade des Wahlkampfes in seiner Heimat Aachen unterstützen.

Der CDU-Chef verlor während des Wahlkampfes nach unglücklichen Auftritten während der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen an Zustimmung. Hinzu kam zuvor der lange Streit mit CSU-Chef Markus Söder um die Kanzlerkandidatur der Union. Nun liegt die Union auf Platz zwei in den Umfragen.

Baerbock: Dies ist eine "Klimawahl"

Die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock warb auf einem ihrer letzten Wahlkampf-Auftritte für einen ökologischen Aufbruch. "Diese Wahl ist eine Klimawahl", sagte sie in Düsseldorf. "Bei dieser Wahl geht es um alles."

Zwei Tage vor der Bundestagswahl ist die Klimabewegung Fridays for Future auf die Straßen gegangen. Greta Thunberg forderte in Berlin die Bewegung auf, weiter Druck zu machen.

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Auch für Baerbock war es ein turbulenter Wahlkampf: Die Grünen-Vorsitzende hatte unter anderem mit Plagiatsvorwürfen bei einem Buch und Ungereimtheiten in ihrem veröffentlichten Lebenslauf zu kämpfen.

Im ZDF-"Politbarometer" vom Donnerstagabend trauen Baerbock nur 25 Prozent das Kanzleramt zu. Armin Laschet liegt knapp davor mit 26 Prozent - noch immer weit hinter dem SPD-Kandidaten Scholz, der mit 64 Prozent klar vorn liegt.

Dreierbündnis ist wahrscheinlich - doch welches?

Bundeswahlleiter Georg Thiel rief am Freitag alle Bürger auf, zur Wahl zu gehen. "Wahlen sind die Grundlage unserer Demokratie. Eine hohe Wahlbeteiligung ist dabei wesentlich für die demokratische Legitimation des neuen Deutschen Bundestages", sagte Thiel laut Mitteilung.

Nach den Meinungsumfragen deutet vieles darauf hin, dass künftig ein Dreierbündnis regieren wird. Den "Politbarometer"-Zahlen zufolge hätte als Zweier-Bündnis nur eine Groko eine knappe Mehrheit. Reichen würde es auch für eine Koalition aus SPD, Grünen und FDP (Ampel), aus Union, Grünen und FDP (Jamaika) sowie für Rot-Grün-Rot. Ausschlaggebend könnte das Verhalten der FDP werden, die vor vier Jahren die Jamaika-Sondierungen platzen ließ.

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