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Report der Vereinten Nationen - UN: Kaum Bildungschance für Flüchtlingskinder

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Die Vereinten Nationen haben mangelnde Bildungschancen für Flüchtlingskinder angeprangert. Rund ein Drittel der vertriebenen Kinder könnten laut einer Studie keine Schule besuchen.

Afghanische Kinder in einem Flüchtlingslager in Italien.
Afghanische Kinder in einem Flüchtlingslager in Italien.
Quelle: Andrew Medichini/AP/dpa/Archivbild

Die Vereinten Nationen (UN) befürchten, dass Flüchtlingskinder wegen der Folgen der Corona-Pandemie noch seltener weiterführende Schulen besuchen. Um das Coronavirus einzudämmen, schlossen laut UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR viele Länder die Schulen. Darunter befanden sich auch Bildungseinrichtungen für Flüchtlinge in und außerhalb von Lagern. In 40 Ländern lag die Einschulungsrate von Flüchtlingen demnach in der Sekundarstufe 2019/2020 nur bei 34 Prozent.

"Die jüngsten Fortschritte bei der Einschulung von Flüchtlingskindern und -jugendlichen sind jetzt bedroht", sagte UNHCR-Chef Filippo Grandi am Dienstag bei der Vorlage eines globalen Schul-Reports.

Flüchtlingswerk: Recht auf Schulbildung sicherstellen

Das UNHCR forderte die Staaten auf, das Recht auch der Flüchtlinge auf Zugang zur Sekundarschulbildung sicherzustellen. Länder, die eine große Zahl von Vertriebenen aufnähmen, benötigten Unterstützung beim Aufbau von Kapazitäten - unter anderem mehr Schulen, geeignetes Lernmaterial und Lehrerausbildung für spezielle Fächer, hieß es.

Laut den UNHCR-Daten aus dem Zeitraum von März 2019 bis März 2020 lag die Einschulungsrate in der Elementarstufe für junge Flüchtlinge bei 68 Prozent, in der Sekundarstufe bei 34 Prozent. Eine höhere Bildungseinrichtung besuchten 5 Prozent; im Jahr zuvor waren es nur 3 Prozent.

Migration findet nicht immer von armen nach reichen Ländern statt. Laut UNHCR werden etwa 85 Prozent aller Flüchtlinge weltweit in Entwicklungs - und Schwellenländern aufgenommen.

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Bildung als Mittel gegen Kinderarbeit

Bis 2030 sollten nach einem Ziel der Vereinten Nationen 15 Prozent der Flüchtlingskinder eine höhere Bildung über die Schulpflicht hinaus erhalten. Die Schuljahre nach der Grundschule sollten "eine Zeit für Wachstum, Entwicklung und Chancen" sein, erklärte das UNHCR. Darin wüchsen Berufsaussichten, Gesundheit, Unabhängigkeit und Verantwortung; zugleich sinke die Wahrscheinlichkeit, in Kinderarbeit gedrängt zu werden.

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