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Vorstoß für mehr Rechte : EU-Parlament fordert legale Abtreibungen

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Das EU-Parlament fordert den Zugang zu sicheren und legalen Schwangerschaftsabbrüchen in der EU. In den Mitgliedstaaten sollen diese in der frühen Schwangerschaft rechtmäßig sein.

Ultraschall eines Embrios
Europaparlament verlangt Zugang zu legaler Abtreibung.

Abtreibung soll entkriminalisiert und Hindernisse für legale Schwangerschaftsabbrüche abgebaut werden. Das ist die nachdrückliche Forderung des EU-Parlaments an die EU-Länder.

In einem am Donnerstag in Brüssel angenommenen Bericht spricht sich das Europaparlament dafür aus, dass Abtreibungen nicht nur in der frühen Schwangerschaft rechtmäßig sein sollten.

Auch spätere Abbrüche sollen möglich sein, wenn das Leben oder die Gesundheit der schwangeren Person gefährdet sei.

374 Frauen machten vor 50 Jahren im "Stern" öffentlich, dass sie abgetrieben hatten. Was hat sich seither beim Schwangerschaftsabbruch geändert?

Beitragslänge:
4 min
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Hindernis: Verweigerung der medizinischen Versorgung

Eines der problematischsten Hindernisse beim Zugang zu Abtreibungen sei die Verweigerung der medizinischen Versorgung aufgrund persönlicher Überzeugung, hieß es in einem Begründungsschreiben.

Auch wenn es legitim sei, dass ärztliches Personal sich darauf berufe, dürfe dies den Zugang zur Gesundheitsversorgung nicht gefährden.

Die sexuelle und reproduktive Gesundheit und die damit verbundenen Rechte sind eines der zentralen Themen in der Debatte über die Menschenrechte ...
Begründung des EU-Parlaments

Sie sei "untrennbar mit der Verwirklichung des Grundrechts auf Gesundheit sowie mit der Verwirklichung der Gleichstellung der Geschlechter und der Beseitigung geschlechtsspezifischer Gewalt verbunden", führt das Europaparlament in seiner Begründung an.

Dieser Bericht komme zu einem "entscheidenden Zeitpunkt" in der EU, da "Aushöhlung und Rückschritte bei den Rechten der Frau an Dynamik gewinnen und zur Erosion erworbener Rechte beitragen und die Gesundheit der Frauen gefährden".

Forderung nach Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen

Der Bericht des EU-Parlaments kann auch als Unterstützung von Legalisierungsforderungen für Schwangerschaftsabbrüche gelesen werden.

Selbst wenn Abtreibungen nicht verboten seien, gebe es häufig eine Reihe gesetzlicher, quasi-gesetzlicher und informeller Hindernisse für den Eingriff, hieß es dort etwa.

Dazu zählten auch begrenzte Zeiträume und Gründe, um Abtreibungen durchzuführen, sowie eine Autorisierung durch Dritte. [Zur rechtlichen Lage von Schwangerschaftsabbrüchen in Deutschland lesen Sie hier das Interview mit Ärztin Alicia Baier ]

Ultraschallbild, Nuckel und Informationsmaterial zum Schwangerschaftsabbruch

Rechtslage in anderen Ländern - So sind Abtreibungen weltweit geregelt 

Ob Frauen eine Schwangerschaft abbrechen dürfen, ist eine der emotionalsten Debatten. Die Rechtslagen sind weltweit sehr verschieden. Ein Überblick.

von Luisa Houben

Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland grundsätzlich strafbar

In Deutschland etwa ist ein Schwangerschaftsabbruch nach dem umstrittenen Paragrafen 218 des Strafgesetzbuches grundsätzlich strafbar.

Für die ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft sind Abtreibungen aber dann entkriminalisiert, wenn es vorher eine Beratung gegeben hat, gesundheitliche Gefahr besteht oder die Schwangerschaft infolge eines Sexualdelikts entstanden ist.

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