Sie sind hier:

Seenotrettung im Mittelmeer - Seehofer: "Unwürdige Situation"

Datum:

Vor den Beratungen der EU-Innenminister pocht Horst Seehofer auf eine Einigung bei der Verteilung von Bootsflüchtlinge in der EU. Es sei jedoch eine "ganz ganz harte Nuss".

Eine nachhaltige Lösung für die Seenotrettung finden die EU-Staaten seit Jahren nicht. Innenminister Horst Seehofer unternimmt nun einen erneuten Versuch - im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft leitet er am Dienstag die Videokonferenz der EU-Innenminister.

Es sei eine "unwürdige Situation", wenn Europa sich nicht auf eine gerechtere Verteilung der Migranten einigen könne, sagte Seehofer am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin". Derzeit sei es so: "Es kommt ein Schiff an und dann wird in ganz Europa rumtelefoniert: Wer ist bereit?"

Menschen an Bord der «Ocean Viking».

Reform des EU-Asylsystems - Zuerst Außengrenzen, dann Flüchtlingspolitik 

Heute beraten die Innenminister unter Vorsitz Horst Seehofers die Reform des europäischen Asylsystems. Doch vor 2021 dürfte es nichts werden mit der Reform, wenn überhaupt.

Anne Gellinek, Brüssel

Seehofer: EU nicht nur Wirtschaftsgemeinschaft

Von den 27 Mitgliedsstaaten seien aber nur wenige bereit, Geflüchtete aufzunehmen. Europa gebe vor der ganzen Weltöffentlichkeit ein schlechtes Bild ab. Europa sei nicht nur eine Wirtschaftsgemeinschaft, sondern auch eine Wertegemeinschaft, so Seehofer.

Der wichtigste Wert ist die Menschenwürde und die Achtung der Menschenrechte.
Horst Seehofer, Innenminister

Alle EU-Länder trügen Verantwortung, den Mitgliedstaaten zu helfen, die Flüchtlinge als erste aufnehmen, wie etwa Italien und Griechenland. Seehofer zeigte sich skeptisch, dass es heute gelingen könne, eine Lösung zu finden. Der Minister ging davon aus, dass dies eine Aufgabe für die Staats- und Regierungschefs sei.

Zu wenige beteiligen sich an Aufnahme von Flüchtlingen

Seehofer hatte sich im September 2019 mit seinen Kollegen aus Malta, Italien und Frankreich auf eine Übergangsregelung verständigt, diese ist aber mittlerweile ausgelaufen.

Zudem beteiligten sich nur wenige andere Länder wie Irland, Portugal und Luxemburg daran. Dabei hatte Seehofer damals gesagt, er hoffe auf insgesamt 12 bis 14 Länder.

Archiv: Flüchtlinge gehen am 28.10.2015 hinter der deutsch-österreichischen Grenze in Wegscheid (Bayern) zu einer Notunterkunft

Nachrichten | Thema - Flüchtlinge: News und Hintergründe 

Millionen Menschen flüchten; Tausende von ihnen sterben. Kriege, Klimawandel und Armut sind Ursachen. Belarus setzt laut EU Flüchtlinge als Druckmittel ein. ...

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.