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"taz"-Mitarbeiterin - Seehofer verzichtet auf Strafanzeige

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Nun doch keine Anzeige gegen die "taz"-Mitarbeiterin: Bundesinnenminister Seehofer setzt stattdessen auf Gespräche. Allerdings wird der Presserat nun aktiv.

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Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) verzichtet auf eine Strafanzeige gegen die "taz"-Kolumnistin Hengameh Yaghoobifarah. In einer Pressemitteilung erklärte Seehofer, er wolle die Chefredaktion der "tageszeitung" einladen, um mit ihr die Wirkung des Textes, in dem Polizisten mit Müll verglichen wurden, zu besprechen.

Zudem wolle er sich an den Presserat wenden, der als Selbstverwaltungsorgan ethische Standards der Berichterstattung prüft und Beschwerden entgegennimmt. Weiter erklärte der Minister, er sei der Auffassung, dass die Kolumne auch Straftatbestände erfülle. Von einer eigenen Strafanzeige ist in der Mitteilung aber nicht mehr die Rede.

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Presserat leitet Verfahren gegen "taz"-Kolumne ein

Der Deutsche Presserat leitete ein Verfahren ein. Der zuständige Beschwerdeausschuss will am 8. September darüber beraten, ob die Kolumne gegen die ethischen Standards für Journalismus verstoßen habe, sagte eine Sprecherin des Presserats.

Ihr zufolge lagen dem Presserat bis Mittwochabend 340 Beschwerden zu der Kolumne vom 15. Juni vor. Am Dienstag hatte Presserat-Geschäftsführer Roman Portack allerdings in der "Augsburger Allgemeinen" betont, dass eine hohe Zahl an Beschwerden nicht ungewöhnlich sei.

Abfall-Vergleich sorgte für Empörung

Yaghoobifarah hatte in einer Kolumne unter dem Titel "All cops are berufsunfähig" Überlegungen angestellt, wo Polizisten arbeiten könnten, wenn die Polizei abgeschafft würde. Sie kommt zu dem Schluss, dass es nur "eine geeignete Option" gebe, "die Mülldeponie".

Für die einen war es ein "starkes Signal", für die anderen ein Angriff auf die Pressefreiheit: Seehofers angekündigte Anzeige.

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Der am Schluss des Textes formulierte Vergleich von Polizisten mit Abfall sorgte für Empörung und auch für eine Diskussion innerhalb der Redaktion der "taz". Gleichzeitig verwies die Redaktion auf die Freiheit der Satire. Die zunächst konkret klingende Ankündigung einer Anzeige wertete "taz"-Chefredakteurin Barbara Junge als "Angriff auf die Pressefreiheit".

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