Selenskyj: Ukrainische Truppen rücken in Cherson vor

    Umkämpfte Region Cherson:Selenskyj: Ukrainische Truppen rücken vor

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    Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sind ukrainische Truppen auf dem Vormarsch in der Region Cherson. Das Tempo des Vorstoßes habe sich massiv erhöht.

    Ukraine, Kiew: Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, während eines Treffens mit dem amerikanischen Geschäftsmann und Philanthropen H. Buffett im Mariinsky-Palast in Kiew.
    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (Archivbild).
    Quelle: Ukraine Presidency/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpa

    Ukrainische Truppen rücken nach den Worten von Staatschef Wolodymyr Selenskyj immer weiter in der Region Cherson vor, in deren Gebietshauptstadt die russischen Streitkräfte inzwischen auf dem Rückzug sein sollen.
    Das Tempo des ukrainischen Vormarschs habe sich derart erhöht, dass die Bewohner Chersons "nun fast jede Stunde überprüfen, wo unsere Einheiten hingekommen sind und wo sonst unsere Nationalflagge gehisst worden ist", sagte Selenskyj am Donnerstag in seiner allabendlichen Videobotschaft.

    Ukrainischer Oberbefehlshaber: Mehr als 30 Kilometer vorgerückt

    Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Generalleutnant Walerij Saluschnyj, ergänzte, seine Truppen seien rund 36,5 Kilometer vorgerückt und hätten seit dem 1. Oktober 41 Dörfer und Städte im Gebiet Cherson zurückerobert, das der Kreml völkerrechtswidrig annektiert hat. Darunter seien zwölf Siedlungen, die allein am Mittwoch wieder unter ukrainische Kontrolle gekommen seien.
    Am Donnerstag begannen Russlands Streitkräfte nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in Cherson mit dem Rückzug. Militäreinheiten würden auf die Ostseite des Flusses Dnipro verlegt. Weite Teile Chersons und der gleichnamigen Regionalhauptstadt hatten die russischen Angriffstruppen kurz nach Beginn der Invasion in die Ukraine Ende Februar besetzt.

    Ukraine vermutet Landminen in Cherson

    Die ukrainische Militärführung reagierte zunächst verhalten auf die russische Rückzugsankündigung. Präsidentenberater Mychajlo Podoljak warf den russischen Truppen vor, Cherson vermint und in eine "Totenstadt" verwandelt zu haben.
    Nach der Verlegung ihrer Einheiten auf die Ostseite des Dnipro könnten sie die Regionalhauptstadt von dort beschießen, vermutete er. Selenskyj erklärte, die ukrainischen Truppen bemühten sich landesweit mit Hochdruck um eine Beseitigung von Landminen in einem Radius von 170.000 Quadratmetern, auch in Cherson.
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    Quelle: AP
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