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Selenskyj in Videobotschaft : Fluchtkorridore: Vorwürfe gegen Russland

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In einer neuen Videobotschaft wirft der ukrainische Präsident Selenskyj Russland vor, vereinbarte Fluchtkorridore angegriffen zu haben.

Ein Polizist hilft einem Kind bei der Flucht über eine Straße
Russland hatte am Montag die Öffnung mehrerer Fluchtkorridore angekündigt, über die Menschen Städte wie Kiew und Charkiw verlassen können sollten.
Quelle: dpa

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland für die gescheiterte Evakuierung umkämpfter Städte verantwortlich gemacht und äußerte sich mit Blick auf neue Ankündigungen Russlands skeptisch. "Hat es funktioniert? Die russischen Panzer haben stattdessen funktioniert, die russischen 'Grad' (Raketenwerfer), die russischen Minen", so Selenskyj.

Der ukrainische Präsident beschuldigte die russischen Truppen, die vereinbarte Route, über die Lebensmittel und Medikamente in die belagerte Stadt Mariupol im Süden der Ukraine gebracht werden sollten, "vermint" zu haben. Zudem hätten russische Soldaten die Busse zerstört, mit denen die Zivilisten aus den umkämpften Gebieten gebracht werden sollten.

Selenskyj: "Ich habe keine Angst"

Selenskyj warf Russland "Zynismus" vor. Die Ukraine werde aber weiter mit Russland Friedensverhandlungen führen. "Ich bleibe hier, ich bleibe in Kiew (...). Ich habe keine Angst", betonte der ukrainische Staatschef.

Tag 13 nach Russlands Angriff - Krieg in der Ukraine: Die Lage am Dienstag 

In einigen Städten sind Fluchtkorridore geöffnet worden. In Mariupol soll Russland die Waffenruhe bereits gebrochen haben - die Lage am Dienstag.

Videolänge

Moskau hatte am Montagmorgen die Öffnung mehrerer Fluchtkorridore angekündigt, über die Menschen aus den Städten Kiew, Charkiw, Mariupol und Sumy in Sicherheit gebracht werden sollten. Allerdings sollten die meisten Korridore nach Russland oder Belarus führen, von wo aus die russische Armee am 24. Februar in der Ukraine einmarschiert war. Die Ukraine lehnte dies ab.

Neue Waffenruhe angekündigt

Nach einer neuen Verhandlungsrunde am Montagnachmittag kündigte Russland die Einrichtung mehrerer neuer Korridore an. In den Städten Kiew, Charkiw, Mariupol, Tschernihiw und Sumy sollen demnach am Dienstagmorgen lokale Waffenruhen gelten, um Zivilisten die Flucht zu ermöglichen.

DRK-Generalsekretär Reuter hat sich skeptisch über den Sinn von Fluchtkorridoren geäußert: "Ich sehe humanitäre Fluchtkorridore durchaus zweischneidig", sagte Reuter im ZDF.

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Unterdessen gehen die Kämpfe in der Ukraine weiter. Dem ukrainischen Generalstab zufolge zieht Russland weiterhin Soldaten und militärische Ausrüstung an den Fronten in Kiew, Mariupol im Süden und Charkiw im Nordosten zusammen.

Ukrainer aus Auslandseinsätzen zurückgerufen

Nach Angaben des Präsidialamts rief Selenskyj die ukrainischen Soldaten zurück, die in Auslandsmissionen eingesetzt sind. Die "hochprofessionellen Militärs" würden im Kampf gegen die "russische Aggression" benötigt, hieß es. Ukrainischen Medien zufolge beteiligt sich das Land an Einsätzen im Kosovo, Kongo und der Elfenbeinküste.

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zerstörte Häuser in Folge des Krieges in der Ukraine.

Russland greift die Ukraine an - Aktuelles zum Krieg in der Ukraine 

Russlands Angriff auf die Ukraine dauert an. Es gibt Sanktionen gegen Moskau, Waffen für Kiew. Aktuelle News und Hintergründe zum Krieg im Blog.

Aktuelle Nachrichten zur Ukraine

Hildesheim, Deutschland, 21.05.2022: Scholz, Weil und Klingbeil bei der Landesvertreterversammlung der SPD Niedersachsen.

Nachrichten | heute journal - Olaf Scholz bei der Niedersachsen-SPD 

Der zuletzt als wenig erklärungsbereit gescholtene Bundeskanzler erklärt, was er unter sturmfest versteht: Wenn ein Sturm auf den nächsten folgt - Pandemie, Ukraine, und sozialer Sprengstoff durch …

21.05.2022
von P. Kunz / M. Ihlau
Videolänge
"Putin - Der gefährliche Despot": Wladimir Putin in sakraler Umgebung.

Preise, Waren, Wirtschaftskraft - Was Sanktionen gegen Russland bewirken 

Die westlichen Sanktionen treffen vor allem die russische Bevölkerung, weniger die Oligarchen. Experten sind skeptisch, dass Putin seinen Kurs ändert - auch wenn das Land leidet.

von Marcel Burkhardt
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