Europäische Ehrung: Karlspreis für Selenskyj und Ukraine

    Europäische Ehrung:Karlspreis für Selenskyj und Ukraine

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    Der Karlspreis 2023 geht an den ukrainischen Präsidenten Selenskyj und das ukrainische Volk. Der Preis wird seit 1950 für Verdienste um Europa verliehen.

    Der ukrainische Präsident Selenskyj schaut auf die Seite. Im Hintergrund ist die ukrainische Flagge.
    Hohe Ehrung für Präsident Selenskyj und sein Volk - der Karlspreis 2023 geht an die Ukraine.
    Quelle: dpa

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und das ukrainische Volk werden mit dem Karlspreis ausgezeichnet. Das gaben das Karlspreisdirektorium und die Stadt Aachen an diesem Freitag bekannt. Mit der Verleihung solle unterstrichen werden, dass die Ukraine Teil Europas sei. Bevölkerung und Regierungsvertreter verdienten "die Ermutigung", "rasch Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union zu führen".

    Das ukrainische Volk verteidigt unter der Führung seines Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nicht nur die Souveränität seines Landes und das Leben seiner Bürger, sondern auch Europa und die europäischen Werte.

    Begründung des Direktoriums

    Das Direktorium würdigte Selenskyj als "Halt und auch Vorbild für sein Volk" im Krieg Russlands gegen die Ukraine. Für das ukrainische Volk sei er nicht nur Präsident und Oberbefehlshaber der Armee, sondern auch "Motivator, Kommunikator, der Motor und die Klammer zwischen der Ukraine und der großen Phalanx der Unterstützer". Zudem bekenne sich Selenskyj zu den europäischen Werten.
    2022 hatte die belarussische Bürgerrechtlerin Swetlana Tichanowskaja mit zwei Mitstreiterinnen den Preis erhalten.

    Preis ehrt Verdienste um Europa

    Der Internationale Karlspreis zu Aachen wird seit 1950 für Verdienste um Europa und die europäische Einigung verliehen. Der Preis ist mit einer Medaille und einer Urkunde verbunden. Geld gibt es nicht.
    Mit dem politischen Preis wurden bislang vor allem Menschen in Amt und Würden geehrt. Zahlreiche Staatsmänner und -frauen haben ihn erhalten. Dazu gehören Ex-Kanzlerin Angela Merkel, der frühere Premierminister Tony Blair oder Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Als Institution wurden unter anderem 1969 die Europäische Kommission und 2002 der Euro geehrt. Den ersten "Außerordentlichen Karlspreis" erhielt 2004 Papst Johannes Paul II.. Papst Franziskus nahm ihn im Jahr 2016 entgegen.
    Wie die Verleihung des Karlspreises 2023 genau stattfinden wird, war zunächst unklar. Schon beim Karlspreis 2022 hatte es eine Diskussion darüber gegeben, ob Selenskyj und das ukrainische Volk einen "Sonder-Karlspreis" bekommen sollten. Eine Gruppe von Europaabgeordneten hatte das damals vorgeschlagen.

    Verleihung traditionell im Frühsommer

    Traditionell findet die Verleihung an Christi Himmelfahrt im Krönungssaal des Aachener Rathaus statt. Namensgeber ist Karl der Große (747/748 bis 814). Sein Reich erstreckte sich über einen Großteil von Westeuropa, er residierte häufig in Aachen. Karl wurde im Jahr 800 in Rom zum Kaiser gekrönt.
    Das ukrainische Volk war erst am Mittwoch in Straßburg mit dem renommierten Sacharow-Preis des Europaparlaments ausgezeichnet worden. Stellvertretend für ihre Landsleute hatten dort drei Ukrainerinnen und Ukrainer den Preis entgegengenommen, die sich für die Zivilgesellschaft engagieren. Russland führt seit dem 24. Februar einen Angriffskrieg gegen die Ukraine, die mithilfe westlicher Waffen um ihre Existenz kämpft.
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    Quelle: dpa, AFP

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