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Nach russischem Ultimatum : Keine Kapitulation in Mariupol

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Die Lage in Mariupol spitzt sich weiter zu. Kiew ließ ein Ultimatum aus Moskau verstreichen. Die Soldaten würden nicht kapitulieren, sagte der Ministerpräsident.

Mariupol war seit Beginn des Krieges im Visier der Russen. Seit Anfang März ist die Hafenstadt mit einst mehr als 450.000 Einwohnern eingekesselt, die Lage ist dramatisch.

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Die ukrainischen Truppen in Mariupol haben dem Ministerpräsidenten des Landes zufolge nicht kapituliert. Das sagt Denys Schmyhal in einem Interview mit dem Sender ABC. Auch russische Angaben deuten nicht darauf hin, dass Mariupol bereits gefallen ist. Die Regierung in Kiew habe ihren Soldaten untersagt, die Waffen niederzulegen, hieß es aus dem Verteidigungsministerium in Moskau.

Die russische Armee hatte den ukrainischen Streitkräften in der schwer umkämpften Hafenstadt zuvor ein Ultimatum gestellt und erneut zur Aufgabe aufgerufen. Unter Berücksichtigung der "katastrophalen Situation" im Stahlwerk Asowstal biete man den eingeschlossenen ukrainischen Kämpfern sowie "ausländischen Söldnern" an, die Feindseligkeiten einzustellen und am Sonntag bis 13:00 Uhr Moskauer Zeit (12:00 Uhr MEZ) die Waffen niederzulegen, hieß es in einer in der Nacht zu Sonntag veröffentlichten Mitteilung von Generaloberst Michail Misinzew aus dem russischen Verteidigungsministerium.

In der Hafenstadt Mariupol ist das Schlimmste zu befürchten: Die verbliebenen ukrainischen Soldaten weigern sich, sich zu ergeben. Moskau droht, sie bei Gegenwehr zu vernichten.

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Russischer Sprecher droht ukrainischen Soldaten

Allen, die ihre Waffen niederlegten, sei ihr Leben garantiert, hieß es weiter. Angaben aus Moskau zufolge steht die ukrainische Hafenstadt mittlerweile fast vollständig unter russischer Kontrolle. Am Samstag hatte Konaschenkow mitgeteilt, alle verbliebenen ukrainischen Kämpfer hätten sich mittlerweile in dem Stahlwerk Asowstal verschanzt.

"Im Fall einer weiteren Gegenwehr werden sie alle vernichtet", betonte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums. Nach russischen Angaben sollen in dem Werk etwa 2.500 Kämpfer sein, die die Stadt gegen eine komplette Eroberung verteidigen wollen. Unabhängig überprüft werden konnte die von Konaschenkow genannte Zahl nicht.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte wiederholt erklärt, alles für eine Rettung der strategisch wichtigen Stadt tun zu wollen. Er forderte von den westlichen Partnern schwere Waffen für den Kampf um Mariupol oder Unterstützung bei Verhandlungen zur Beendigung der Blockade.

Selenskyj warnt vor Ende von Verhandlungen

"Entweder unsere Partner geben der Ukraine all die notwendigen schweren Waffen, die Flugzeuge, und ohne Übertreibung sofort, damit wir den Druck der Besatzer auf Mariupol verringern und die Blockade brechen können", sagte er in seiner nächtlichen Videoansprache an die Nation. "Oder wir machen das über Verhandlungen, in denen die Rolle unserer Partner entscheidend sein sollte."

Obwohl Russland mit Vernichtung droht, kapitulieren die ukrainischen Soldaten in Mariupol nicht. ZDF-Reporter Dominik Lessmeister erklärt, warum ihr Widerstand so wichtig ist.

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Die Lage in der Stadt sei unmenschlich und Russland "versucht vorsätzlich, jeden dort zu zerstören", sagte Selenskyj. Er verknüpfte das Schicksal der Stadt mit jeglichen Verhandlungen über ein Ende des Krieges.

Die Zerstörung unserer Leute in Mariupol - was sie jetzt machen - kann das Ende für jedes Format von Verhandlungen bedeuten.
Wolodymyr Selenskyj, ukrainischer Präsident

Sein Präsidialamt bezeichnete die Lage in Mariupol als kritisch. Die russische Armee hat ukrainischen Angaben zufolge Luftangriffe auf die heftig umkämpfte Hafenstadt unterdessen fortgesetzt. Das teilte der ukrainische Generalstab in seinem Lagebericht am Sonntag mit. Angriffe seien auch im Bereich des Hafens erfolgt, hieß es weiter. Russische Einheiten bereiteten sich zudem "vermutlich" auf eine Marineoperation zur Landung in Mariupol vor.

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