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Dramatischer Friedensappell : Selenskyj richtet sich an russisches Volk

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Der Präsident der Ukraine hat nach eigenen Angaben erfolglos versucht, mit Putin zu sprechen. In einem dramatischen Appell wandte sich Selenskyj direkt an die Bürger Russlands.

Wolodymyr Selenskyj am 23.02.2022 in Kiew
Wolodymyr Selenskyj
Quelle: dpa

Kurz vor einer erwarteten russischen Invasion in die Ukraine hat sich Präsident Wolodymyr Selenskyj in Kiew in einem dramatischen Appell an die Bürger des Nachbarlandes gewandt. "Dieser Schritt kann der Beginn eines großen Krieges auf dem europäischen Kontinent werden", warnte er in einer in der Nacht zum Donnerstag veröffentlichten Videobotschaft. "Wollen die Russen Krieg? Die Antwort hängt nur von Ihnen ab, den Bürgern der Russischen Föderation", sagte der 44-Jährige auf Russisch.

Er habe auch versucht, mit Kremlchef Wladimir Putin zu telefonieren: "Das Ergebnis: Schweigen."

Selenskyj: Fast 200.000 russische Soldaten bereit zum Einmarsch

Entlang der über 2.000 Kilometer langen Grenze stünden fast 200.000 russische Soldaten mit schwerer Technik zum Einmarsch bereit, sagte Selenskyj weiter. Er sei bereit zu Verhandlungen mit Russland in jedem beliebigen Format und an jedem Ort, um Fragen der Sicherheit und der Garantie von Frieden zu erörtern.

"Die Sicherheit der Ukraine ist verbunden mit der Sicherheit ihrer Nachbarn. Deshalb müssen wir heute über die Sicherheit in ganz Europa sprechen." Sein Ziel sei der Frieden in der Ukraine und die Sicherheit der Bürger. "Dafür sind wir bereit, mit allen und auch mit ihnen zu reden."

Putin legt an der Kremlmauer am Grab für den unbekannten Soldaten einen Kranz nieder. An der Frontlinie in der Ostukraine wird weiter geschossen. Und der ukrainische Präsident Selenskyj fordert einmal mehr Unterstützung. Die Lage bleibt angespannt.

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3 min
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Selenskyj weist Moskaus Vorwürfe zurück

Zudem wies Selenskyj erneut Moskaus Vorwürfe zurück, dass Kiew einen Angriff auf die Separatistengebiete in der Ostukraine vorbereite. "Was soll ich bombardieren? Donezk, wo ich Dutzende Male war?", fragte
Selenskyj.

Die reale Ukraine unterscheide sich komplett von dem in den russischen Nachrichten dargestellten Land. Die Ukrainer würden ihr Land nicht kampflos hergeben: "Wenn Ihr angreift, dann werdet Ihr unsere Gesichter sehen, nicht unsere Rücken!"

Seit 2014 kämpfen in den ostukrainischen Gebieten Luhansk und Donezk Regierungstruppen gegen von Moskau unterstützte Rebellen. Nach der staatlichen Anerkennung der "Volksrepubliken" durch den Kreml ersuchten diese um militärische Hilfe von Russland. Ein Einmarsch russischer Truppen gilt als sehr wahrscheinlich. UN-Schätzungen zufolge wurden in dem Konflikt bereits über 14.000 Menschen getötet.

Ukraine, Donezk: Ein ukrainischer Soldat steht an der Trennlinie zu pro-russischen Rebellen in der Region Donezk. In der Ukraine-Krise haben die USA und Russland bei Gesprächen in Genf zunächst auf ihren bekannten Standpunkten beharrt.
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Kriegsverbrechen in der Ukraine - Die Schytomyr-Autobahn: Todesfalle bei Kiew 

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Russische Soldaten haben Dutzende flüchtende Zivilisten an der Schytomyr-Autobahn nahe Kiew getötet. Das belegen Recherchen von ZDF frontal. Überlebende schildern die Verbrechen.

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