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Kreml-Sprecher teilt mit : Separatisten bitten um militärischen Beistand

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Die Separatistenführer in der Ostukraine haben den russischen Präsidenten um militärische Hilfe gebeten. Die USA halten die Bitte für einen Vorwand für eine mögliche Invasion.

Separatisten in Donezk
Haben Russland um militärischen Beistand gebeten: Separatisten in der Ostukraine.
Quelle: Reuters

Die pro-russischen Separatisten im Osten der Ukraine haben den Kreml um "Hilfe bei der Zurückschlagung der Aggression" der ukrainischen Streitkräfte gebeten. Dies sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwochabend laut russischen Nachrichtenagenturen.

Russlands Staatschef Wladimir Putin hatte ein militärisches Eingreifen in Aussicht gestellt, sollte er gefragt werden. Damit könnten sich bald erstmals russische und ukrainische Soldaten in dem seit acht Jahren dauernden Konflikt gegenüberstehen.

US-Regierung wertet Bitte als Vorwand

Die US-Regierung wertete die Bitte der Seperatistenführer als bloßen Vorwand für eine mögliche Invasion. Das sei ein Beispiel für eine sogenannte Operation unter falscher Flagge, vor der die USA seit Wochen gewarnt hätten, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki.

Die US-Regierung hatte Russland wiederholt beschuldigt, inszenierte Angriffe zu planen und sogar Videos dafür vorzubereiten, um so einen Vorwand für einen Angriff auf das Nachbarland zu haben.

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell bezeichnete das Hilfeersuchen der Separatisten als Bedrohung für die Ukraine. Die Bitte "kündigt einen weiteren, sehr gefährlichen Schritt gegen die Souveränität der Ukraine an, der Tausende von Menschenleben in Gefahr bringen würde", twitterte Borrell. "Die EU fordert Russland nachdrücklich auf, von einer weiteren Eskalation abzusehen."

Kiew rechnet jederzeit mit Einmarsch

Putin hatte am Montag die Unabhängigkeit der beiden Separatistengebiete Donezk und Luhansk in der Ostukraine anerkannt und die Entsendung russischer Soldaten in die Region angekündigt.

Die Entsendung der russischen Truppen hänge von der Lage vor Ort ab, hatte Putin zunächst gesagt. Da nach westlichen Angaben bereits seit Wochen 150.000 russische Soldaten an den Grenzen zur Ukraine stehen, rechnen Kiew und der Westen jederzeit mit einem Einmarsch.

Es ist noch unklar, ob russische Truppen bereits in den Separatistengebieten Luhansk und Donezk sind oder nicht. ZDF-Korrespondent Christian Semm berichtet.

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Das Parlament der Ukraine bestätigte am Mittwochabend in Kiew offiziell den landesweiten Ausnahmezustand. Das Militär ordnete zudem die Mobilmachung von rund 250.000 Reservisten im Alter von 18 bis 60 Jahren an.

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