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Urteil in den Niederlanden - Gericht: Shell muss CO2-Emissionen verringern

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Erfolg für Klimaschützer: Ein Gericht in Den Haag hat den Ölkonzern Shell verpflichtet, seinen CO2-Ausstoß bis 2030 deutlich zu senken. Das Urteil könnte zum Präzedenzfall werden.

Schornsteine an der Shell Rheinland Raffinerie in Godorf. Köln
Zu mehr Klimaschutz gezwungen: der britisch-niederländische Konzern Shell
Quelle: picture alliance / Geisler-Fotopress

In den Niederlanden ist ein historisches Urteil zum Klimaschutz gefallen: Der Öl- und Erdgaskonzern Shell muss seine Kohlendioxid-Emissionen erheblich senken, wie ein Gericht in Den Haag entschieden hat. Shell müsse den CO2-Ausstoß bis 2030 um netto 45 Prozent im Vergleich zu 2019 senken.

Das Urteil könnte zum Präzedenzfall für Konzerne im Rest Europas werden: Der britisch-niederländische Konzern ist von nun an zum Klimaschutz verpflichtet. Das gelte für die eigenen Unternehmen ebenso wie für Zulieferer und Endabnehmer, heißt es in dem Urteil.

Gericht: Maßnahmen von Shell waren nicht konkret genug

Zuvor hatte Shell die Forderungen zurückgewiesen und angeführt, dass es sich bereits zum Klimaschutz verpflichtet habe. Doch das Gericht erklärte, dass die beschlossenen Maßnahmen des Unternehmens "wenig konkret und voller Vorbehalte" seien.

Shell hatte als Argument angeführt, dass es bei einer Verurteilung den Verkauf fossiler Brennstoffe rasch verringern müsse. Dann aber würden andere Anbieter dies übernehmen. Das Argument ließ das Gericht nicht gelten. Auch andere Unternehmen hätten dieselbe Verpflichtung.

Prozess begann im Dezember 2020

Mehrere Umweltorganisationen sowie mehr als 17.000 Bürger hatten den Konzern verklagt. Shell verstoße gegen die globalen Klimaziele und investiere weiter umfangreich in die Förderung von Öl und Erdgas, hatten die Kläger angeführt.

Die Umweltschützer wollten das Unternehmen mit ihrer Klage zwingen, die im Pariser Abkommen formulierten Klimaschutzziele einzuhalten. Die von dem Konzern ausgelobten Ziele hielten sie für deutlich zu niedrig.

Fidelis Oguru ist Bauer in Nigeria und lebt von seinem Ackerland. Doch das wurde durch Öllecks verseucht. Er verklagte den Konzern Shell - mit Erfolg.

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