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Söder: Brauchen Lösung für den Übergang

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Vor Autogipfel - Söder: Brauchen Lösung für den Übergang

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert vor dem Autogipfel in Berlin zusätzliche Förderung nicht nur für E-Autos. Eine Lösung für den Übergang werde gebraucht.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, CSU, verteidigt den Ansatz, "Übergangstechnologien" weiter zu unterstützen, um Arbeitsplätze in der Automobilbranche zu halten.

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Vor dem Autogipfel im Kanzleramt hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder seine Forderung nach einer finanziellen Unterstützung der Autoindustrie über die Förderung von E-Autos hinaus erneuert und vor Massenarbeitslosigkeit in der deutschen Schlüsselindustrie gewarnt.

Söder warnt vor Massenarbeitslosigkeit

"Wir brauchen für den Übergang von sehr, sehr gut hergestellten Autos, die heute viel besser für das Klima übrigens sind, als die, die jetzt auf der Straße sind, eine Lösung", sagte der CSU-Politiker im ZDF Morgenmagazin. Man müsse sich überlegen, "wie wir es schaffen, die Übergangstechologie auch noch weiter zu unterstützen."

Wir müssen etwas tun, um am Ende viele Arbeitsplätze und tatsächlich einen Kernbereich unserer Industrie zu unterstützen.
Markus Söder, Ministerpräsident Bayerns

Söder warnte vor dem Verlust vieler Arbeitsplätze: "Wir brauchen auch ein Angebot für hunderttausende von Arbeitsplätzen, die in dem klassischen Bereich arbeiten". Sonst drohe "nicht nur Kurzarbeit, sondern irgendwann Massenarbeitslosigkeit".

Montage-Band im Porsche Werk, Stuttgart.

Vor dem Autogipfel -
Die zentralen Probleme der Autobranche
 

Ein weiterer Autogipfel soll für die zuletzt schwächelnde Branche Lösungen finden. Doch Corona ist nicht das einzige Problem der deutschen Autoindustrie.

Forderung einer Kaufprämie auch für Verbrenner

Zuvor hatte sein Parteikollege, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, im Deutschlandfunk eine Kaufprämie für KfZ mit Verbrennungsmotoren gefordert. Mit Verweis auf den 20-prozentigen Einbruch bei den Autozulassungen im August sagte er:

Es stehen viele moderne Fahrzeuge auf Halde. Die müssen vom Hof.
Andreas Scheuer, Bundesverkehrsminister

Die Verbrenner deutscher Autobauer seien "topmodern." Daher dürfe eine Kaufprämie kein Tabu sein. Bundeskanzlerin Merkel hatte vergangene Woche eine Kaufprämie für Verbrenner abgelehnt und darauf verwiesen, dass das beschlossene Konjunkturpaket "rund" sei.

IG-Metall-Chef sieht Mittelstandsfonds als Chance

Die Gewerkschaft IG Metall, SPD und Grüne machen sich vor dem Gipfel für einen Mittelstandsfonds stark, mit dem Autozulieferer vor der Pleite bewahrt werden sollen. Kleine und mittlere Unternehmen der Branche seien durch Corona-Krise und für neue Technologie notwendige Investitionen in einer prekären Situation, sagte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann im ZDF Morgenmagazin.

Ein Mittelstandsfond zur Rettung der Branche, sei nötig, "damit die Zukunft entwickelt werden kann", so Jörg Hofmann, Vorsitzender der IG Metall.

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Hofmann betonte: "Wir wollen keine Staatssubventionen, sondern wir möchten über den Mittelstandsfonds auch privates Kapital akquirieren." Mit einem solchen Fonds soll vor allem mittelständisch geprägten Zulieferern über finanzielle Engpässe hinweggeholfen und die Umstellung auf umweltfreundliche Antriebe gefördert werden.

Politik und Branche wollen am Dienstagabend die Lage der Autoindustrie bei einem Spitzentreffen mit Kanzlerin Angela Merkel erörtern.

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