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Söder: 250 Euro Strafe für Maskenmuffel

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Steigende Infektionszahlen - Söder: 250 Euro Strafe für Maskenmuffel

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Coronavirus: Bayerns Ministerpräsident Söder fordert ein bundesweites Bußgeld für Maskenverweigerer. Sein sächsischer Amtskollege Kretschmer nimmt Berlin vor Kritik in Schutz.

Ein Teilnehmer der Demonstration "Wir müssen reden" läuft mit einer Maske mit der Aufschrift "Angst steuert Massen" durch die Berliner Innenstadt.
Ein Demonstrant läuft mit einer Maske mit der Aufschrift "Angst steuert Massen" durch die Berliner Innenstadt. Großstädte erleben im Moment einen Anstieg von Infektionszahlen.
Quelle: dpa

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder will Verstöße gegen die Maskenpflicht mit einem bundesweiten Bußgeld von 250 Euro ahnden, ein Regelsatz der in Bayern bereits gilt. Es sei Zeit für konsequentes Handeln, begründet der CSU-Chef seinen Vorschlag in der "Bild am Sonntag".

Die Maske sei das wirksamste Mittel gegen die Verbreitung des Coronavirus. "Wir haben fünf vor zwölf. Man darf sich die Lage nicht länger schönreden," so Söder. Nötig seien rasche Maßnahmen für alle: "Frühere Sperrstunden und keine größeren Partys und Feiern für eine gewisse Zeit."

Söder: Corona ist gefährlich - Sorge vor steigenden Infektionszahlen

Der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte der bayerische Regierungschef:

Es wird langsam gefährlich.
Markus Söder, Ministerpräsident Bayern

Söder weiter: "Das ständige Kleinreden der Herausforderung hat leider Wirkung. Die Geduld und die Mitmachbereitschaft der Bevölkerung sind dadurch gesunken."

Corona sei genauso gefährlich wie im Frühjahr. "Und wenn wir jetzt nicht rasch umsteuern, kann dieselbe Entwicklung wie in Frankreich oder Spanien mit explodierenden Zahlen und nicht mehr beherrschbaren Fällen eintreten", warnte der CSU-Chef.

Großstädte als Corona-Hotspots

Vor allem in Großstädten seien die Herausforderungen groß, sagte Söder zudem am Samstag bei der Landesversammlung der Frauen-Union. Mehrere Kommunen in Deutschland melden derzeit hohe Coronazahlen, darunter Großstädte wie Berlin, Frankfurt am Main oder Bremen.

Corona in Großstädten -
Was nutzen die schärferen Maßnahmen?
 

Einige Großstädte führen schärfere Corona-Maßnahmen ein. Wie viel das bringt, besprechen wir mit dem Neuköllner Bürgermeister Martin Hikel und jungen Menschen in Frankfurt.

Videolänge:
37 min

Kretschmer nimmt Berlin in Schutz wegen Corona-Krise

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hingegen hat die Hauptstadt Berlin vor scharfer Kritik wegen ihres Vorgehens in der Corona-Krise in Schutz genommen. "Wer jetzt in der Corona-Krise auf andere zeigt, sollte sich klarmachen, dass schnell vier Finger zurück zeigen könnten", sagte der CDU-Politiker der "Welt am Sonntag".

Ich finde dieses Berlin-Bashing überzogen.
Michael Kretschmer, Ministerpräsident Sachsen

Berlin versucht, mit strengeren Corona-Regeln der Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken. Seit Samstag müssen hier Restaurants, Bars, Kneipen und die meisten Geschäfte von 23.00 bis 6.00 Uhr geschlossen sein. Bei privaten Zusammenkünften in geschlossenen Räumen dürfen nur noch höchstens zehn Menschen zusammenkommen. Im Freien dürfen sich von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr nur noch fünf Personen versammeln.

Appell an junge Generation: Abstand, Maske, weniger Partys

Kretschmer verteidigte grundsätzlich Verschärfungen von Corona-Regeln. "Wir brauchen jetzt gewisse Instrumente, um der Lage Herr zu werden. Wir wollen unser gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben weitgehend erhalten. Aber wir müssen uns auch gegenseitig schützen", sagte er weiter.

Wir sollten die Zeit jetzt nicht mit gegenseitigen Schuldzuweisungen verbringen.
Michael Kretschmer, Ministerpräsident von Sachsen

"Es würde in dieser Lage keinen Sinn machen, wenn jetzt alle wild durcheinander durchs Land fahren", mahnte der CDU-Politiker. Sorgen bereite ihm, "wie leichtfertig sich vor allem junge Erwachsene in der Pandemie verhalten."

An die junge Generation müsse man appellieren: "Haltet Abstand, tragt Masken, wascht Euch die Hände! Junge Leute feiern gern. Aber jetzt sind nicht volle Partys gefragt, sondern Vorsichtsmaßnahmen - und Kontrolle."

Diesen Regionen droht erneut der Lockdown

Obergrenze überschritten -
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von Simon Haas
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