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Kanzlerkandidatur - Unions-Prominenz stärkt Laschet den Rücken

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Die Umfragewerte der CDU sind nicht gut, dennoch stärkt die Politprominenz der Union Kanzlerkandidat Armin Laschet den Rücken. Man wolle sich auf inhaltliche Themen konzentrieren.

Armin Laschet (CDU)
Armin Laschet (CDU), Kanzlerkandidat der Union für die Bundestagswahl 2021.
Quelle: ZDF/Oliver Ziebe

Obwohl die Umfragewerte der Union sich gerade im freien Fall nach unten befinden, stärken die Partei-Granden CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet weiter den Rücken. "Die derzeitige Stimmung schreckt mich nicht", räumt etwa Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) in der "Augsburger Allgemeinen" ein.

Schäuble: Laschet besitzt nötige Durchsetzungskraft

Natürlich müssten CDU und CSU alles dafür tun, "dass wir es schaffen, eine Mehrheit zu erringen und wieder den Bundeskanzler zu stellen". Doch Schäuble ist sicher:

Ich glaube aber, wir haben gute Chancen dazu, wenn wir die richtigen inhaltlichen Themen setzen und in der Union geschlossen dafür kämpfen.
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU)

Die Auseinandersetzung zwischen Laschet und Markus Söder (CSU) um die Kanzlerkandidatur sieht Schäuble indes kritisch. Das sei alles andere als hilfreich gewesen.

CDU und CSU sind gespalten. Die Art der Kanzlerkandidatenkür hinterlässt Spuren. Armin Laschet startet geschwächt ins Rennen ums Kanzleramt.

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Söder habe "große Qualitäten", so Schäuble in der Zeitung weiter, und es habe in der "einzigartigen Struktur der Union" gelegen, dass die Entscheidung für einen Kandidaten nicht einfach gewesen sei. "Jetzt haben wir sie getroffen und Markus Söder hat erklärt, dass wir gemeinsam kämpfen." 

Armin Laschet habe bewiesen, dass er solche Krisen als Chance nutzen könne, betonte der Bundestagspräsident. Viele hätten ihm im Kandidatenwettstreit der CDU nicht sehr viele Chancen gegeben. Und zuvor hätten nur wenige ihm zugetraut, dass er die Wahlen in Nordrhein-Westfalen gewinnen würde. "Beides ist Ausdruck seiner Durchsetzungskraft.“

Söder: Ökologie und Ökonomie vereinen

Auch CSU-Chef Söder selbst glaubt daran, dass Armin Laschet die Bundestagswahl im September gewinnen wird.

Die Union hat beste Chancen, das Kanzleramt wieder zu erobern.
CSU-Chef Markus Söder

Die Kernfrage laute, wem es am besten gelinge, Ökologie und Ökonomie zu verbinden, sagte Söder der "Welt am Sonntag".

Mit Klimaschutz gegen die Konkurrenz

"Die Kerninspiration für mehr Klimaschutz dürfen wir nicht den Grünen überlassen", sagte Söder im Interview mit der Zeitung. "Die Grünen denken nur an radikalen Umweltschutz, ohne die Folgen für Arbeitsplätze im Blick zu haben."

Dorothee Bär bei "maybrit illner"

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Die FDP habe vor allem radikale Marktinteressen im Blick, ohne deren Nachhaltigkeit zu bedenken. Nur die Union könne beides verbinden und kann damit am Ende erfolgreich sein, so Söder. Die Union müsse ihre Ideen für mehr Klimaschutz nach vorn stellen und hier Schrittmacher werden.

Günther: Kandidaten-Austausch unvorstellbar

Ungeachtet der schlechten Umfragewerte stellt sich auch der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hinter den Kanzlerkandidaten Laschet. Einen Austausch des Kandidaten schließt er aus: "Das ist fernab jeder Vorstellungskraft", sagte Günther in einem Interview mit dem "Tagesspiegel".

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