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Interview

Söder im Morgenmagazin - "Die FDP blinkt nach links"

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Welche Koalitionen sind nach der Wahl möglich? Würde die Union auch als Zweitplatzierte den Kanzler stellen? Diesen Fragen stellte sich CSU-Chef Markus Söder im ZDF-Morgenmagazin.

„Wenn man bürgerliche Politik will, dann geht’s nur in eine Richtung und dann muss man die Union wählen“, sagt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor der Wahl.

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"Was ist da eigentlich los?", fragt ZDF-Morgenmagazin-Moderator Mitri Sirin den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). Denn FDP-Chef Christian Lindner, der sich lange zur Union bekannt hat, setzt sich mit seiner Partei offenbar plötzlich ab, wirft der Union unter anderem einen "finanzpolitischen Schlingerkurs" vor.

"Ist die FDP jetzt Freund oder Feind?" will Sirin wissen. Söder reagiert trocken: Der Eindruck täusche nicht.

Es gibt seit Tagen, seit Wochen, Lockerungsübungen der FDP in Richtung links.
Markus Söder, bayerischer Ministerpräsident

Es werde "härter nach außen gekeilt", so Söder. Der FDP-Generalsekretär habe zuletzt Scholz verteidigt, was "bemerkenswert" sei. Außerdem spreche die FDP nicht mehr wie zuvor von Steuersenkungen sondern nur noch von "keine Steuererhöhungen". "Ja, die FDP blinkt nach links".

Bei der Koalitionsbildung nach der Bundestagswahl könnte der FDP eine entscheidende Rolle zuteil werden – den Willen, zu regieren, hat sie. Nun will sie die Weichen stellen: die Abstände zu den Grünen verkürzen und zeitgleich keine Koalition ausschließen.

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Für Söder "zählt nur das Gewinnen"

Der Frage nach konkreten Konsequenzen aus einer möglichen Niederlage Laschets weicht Söder aus: "Es zählt nur das Gewinnen. Das einzige ist: Platz eins." Es werde zwar eng, aber "wir rackern um jedes Prozent".

Liegt die SPD auch nur ein Mandat vorn, gibt es entweder eine Links-Koalition oder eine Ampel. Beides bedeutet eine Linksverschiebung in Deutschland.
Markus Söder, bayerischer Ministerpräsident

Damit stellt sich Söder gegen die Haltung des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU), der zuletzt mit Blick auf die Union sagte, auch als Zweitplatzierter könne man den Kanzler stellen, wenn es gelingt, die nötigen Mehrheiten zu organisieren.

In Richtung SPD: "Etwas zu selbstsicher"

Solchen Überlegungen im Vorfeld erteilt Söder eine Absage: "Wenn man auf Platz zwei setzt, dann wird man Platz eins auch nicht bekommen", sagt er. Da die SPD eine weitere Zusammenarbeit mit der Union kategorisch ausgeschlossen habe, gebe es nur eine Chance für eine bürgerliche Mehrheit, wenn die Union auf Platz eins komme.

Die Grünen würden keine Mehrheit mit einer zweitplatzierten Union bilden - "da bin ich fest überzeugt", so Söder. Es sei noch möglich, die SPD abzufangen: "Die ist mir etwas zu selbstsicher. Sie legt nicht mehr zu auf der Schlussgeraden. Wir tun es."

Nachrichten | heute - Drei Tage vor der Wahl 

Kurz vor der Bundestagswahl am Sonntag findet heute Abend in ARD und ZDF eine Schlussrunde mit allen Kandidat*innen aller Parteien statt, die im Bundestag vertreten sind.

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von Volker Duczek
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