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Markus Söders Taktik - Munition für die Laschet-Gegner

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Es klingt nach dem Anfang vom Ende der Loyalität: CSU-Chef Söder macht CDU-Chef Laschet das Leben maximal schwer und lässt ihn wie einen Realitätverweigerer aussehen.

Kommentar von Stefan Leifert
Kommentar von Stefan Leifert
Quelle: ZDF/reuters

Anders als Laschet gratuliert er Olaf Scholz zum Wahlsieg, anders als Laschet gesteht er eine schwere Niederlage ein, anders als Laschet sieht er zunächst Scholz am Zug, eine Regierung zu bilden. Söder lässt Laschet damit noch nicht ganz fallen, aber er weiß, dass andere bereits dabei sind, dieses Werk zu verrichten. Ihnen liefert Söder nun neue Munition.

Bei der Union steht die politische Zukunft des Wahlverlierers Armin Laschet nun im Mittelpunkt. Diese Entscheidung hängt eng zusammen mit der Frage nach einem neuen Fraktionsvorsitzenden.

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Was wie eine Wende aussieht, ist nur die Fortsetzung der nicht enden wollenden Verarbeitung der CSU-Niederlage im Machtkampf um die Kanzlerkandidatur. Den gesamten Unions-Wahlkampf durchzog diese Gefühlslage. Die CSU ist nach der Wahlschlappe erst recht davon überzeugt, dass die Union mit einem Kandidaten Söder die Wahl gewonnen hätte. Diese Stimmung bedient Söder bis an den Rand zur offenen Illoyalität gegenüber Laschet. Die Stimmung vieler in der Union, auch in der CDU, hat Söder dabei an seiner Seite.

Söder hat nicht viel zu verlieren

Was der CSU-Chef damit bezwecken will, lässt er offen. Aber viel zu verlieren hat er nicht. Aus einem Rückzug Laschets würde er als starker Unions-Mann hervorgehen, ganz gleich, wer Laschet als CDU-Chef nachfolgen würde, so das Kalkül in München. Selbst in einer Jamaika-Koalition, sollte sie doch noch zustande kommen, hätte Söder eine Position, an der niemand vorbei kommt. Laschet wäre Kanzler auch von Söders Gnaden.

Heute hat die Union ihre erste Fraktionssitzung, bei der auch über die politische Zukunft von Armin Laschet diskutiert wird. ZDF-Korrespondent Theo Koll mit Einzelheiten aus Berlin.

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Mit seinem Agieren nach der Wahl versucht Söder, die Schuld für das desaströse Abschneiden der Union vor allem bei der CDU und ihrem Kandidaten abzuladen. Söder scheut noch die Frage, wie groß sein eigener Anteil angesichts der Sticheleien und unverblümter Beschädigung des Kanzlerkandidaten ist. Auch in der CSU sehen viele die Rolle Söders im Wahlkampf kritisch.  

Worauf bei Söder alles zielt, ist die bayerische Landtagswahl in zwei Jahren. Nach dem historisch schlechten Ergebnis der CSU in Bayern geht es da für die CSU jetzt schon um alles oder nichts. Sollte Söder doch noch einmal Kanzlerkandidat werden wollen, muss er diese Schlacht zunächst gewinnen - und zwar deutlich.

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