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Sommer-Pressekonferenz - Merkel warnt vor Spaltung der Gesellschaft

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Bundeskanzlerin Angela Merkel bewertet die Corona-Lage als "unverändert ernst". Sie warnt davor, dass Ältere aus Angst vor Ansteckung Jüngeren aus dem Weg gehen.

Sehen Sie hier die Sommer-Pressekonferenz der Kanzlerin in voller Länge.

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An einer Stelle wird Angela Merkel plötzlich ernst. Richtig ernst. Mehr als eine Stunde dauert ihre traditionelle Sommer-Pressekonferenz schon. Da stellt sie sich auf einmal selbst eine Frage. Im Moment seien vor allem jüngere Menschen mit Corona infiziert. Ältere nicht. "Ich frage mich, woran das liegt", so Merkel.

In ihrer Sommerpressekonferenz hat Bundeskanzlerin Merkel zu Wachsamkeit in der Corona-Pandemie gemahnt. In Herbst und Winter könne das Infektionsrisiko noch weiter steigen.

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Ihr Verdacht: Könnte es sein, dass die Älteren den Jüngeren aus dem Weg gehen? Dass sich also aus Angst vor einer Ansteckung ganze gesellschaftliche Gruppen freiwillig isolieren? Vor allem die sogenannten Risikogruppen? "Ich will nicht verhehlen, dass ich mir Sorgen mache, wie sich die Gruppen unserer Gesellschaft weiterentwickeln", sagt Merkel. "Die Frage der gegenseitigen Rücksichtnahme ist von großer Bedeutung."

In ihrer Sommerpressekonferenz hat Angela Merkel die weitere Entwicklung der Corona-Krise thematisiert. Einschätzungen von ZDF-Hauptstadtkorrespondent Theo Koll.

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Merkel lobt Rückhalt für Corona-Beschränkungen

Das ist ein bisschen verklausuliert. Aber es bedeutet übersetzt: Liebe junge Partygänger, wenn Ihr ehrlich seid, sind Schlauchboot-Partys ganz schön egoistisch. Denn es zwingt Eure Großeltern, eher zu Hause zu bleiben. "Rücksichtnahme" ist ein Wort, das Merkel oft nutzt. Genau so wie "Verantwortung". Merkels Überzeugung: In der Krise ist nicht allein der Staat gefragt.

Niemand habe ein solches Jahr erahnen können. Das Virus sei "eine demokratisch Zumutung".

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Und so lobt Merkel all jene, die sich an die Abstandsregeln halten und die Corona-Beschränkungen gut finden. "Ich freue mich bei den Umfragen, dass viele Verständnis haben für die Maßnahmen." Im ZDF-Politbarometer sprechen sich gut drei Viertel der Befragten sogar für eine stärkere Kontrolle bei der Einhaltung der Corona-Maßnahmen aus.

"Es ist ernst. Unverändert ernst"

In ihrer traditionellen Sommer-Pressekonferenz stimmt Merkel auf einen schwierigen Herbst und Winter ein und warnt vor Leichtsinn: "Es bleibt dabei: Es ist ernst. Unverändert ernst. Nehmen Sie es auch weiterhin ernst." Und weiter: "Wir werden noch länger mit dem Virus leben müssen." Normalität könne es erst wieder geben, wenn es einen Impfstoff gebe. Dafür drücke sie die Daumen.

Einigung von Bund und Ländern -
Die neuen Corona-Regeln im Überblick
 

Bund und Länder haben sich auf weitere Regelungen beim Kampf gegen die Corona-Pandemie geeinigt. Neue Lockerungen soll es zunächst nicht geben.

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Fehler ihrer Corona-Politik will Merkel nicht einräumen. "Ich finde, dass wir nach bestem Wissen und Gewissen entschieden haben. Ich glaube, dass wir sehr viel miteinander hinbekommen haben." Sie sei insgesamt "einigermaßen zufrieden". Als eine Priorität für die kommenden Monate nannte Merkel, dafür zu sorgen, "dass unsere Kinder nicht die Verlierer der Pandemie sind". Besonders wichtig sei daher die Rolle der Schulen und Kitas. "Die Schule darf niemanden zurücklassen."

Schwieriges Verhältnis zu Russland

Ein weiteres Thema der Pressekonferenz ist die mutmaßliche Vergiftung des russischen Oppositionspolitikers Nawalny. Das beiderseitige Verhältnis sei auch vorher immer wieder belastet gewesen. Man müsse mit Russland im Gespräch bleiben. Merkel kündigt eine europäische Reaktion auf den Fall an: "Es ist ja nicht ein deutsches Problem, auch wenn Deutschland jetzt Herrn Nawalny aufgenommen hat."

In Bezug auf Belarus kritisert Merkel, dass Journalisten das Land gestern verlassen mussten. "Wir werden Weißrussland mitteilen, dass wir das nicht akzeptabel finden." Kritisch äußert sie sich auch in Bezug auf eine Polizeitruppe, die der russische Präsident Putin ins Gespräch gebracht hatte. Sie hoffe, dass diese Polizeitruppe nicht in Belarus zum Einsatz komme, so Merkel.

Kanzlerin Merkel zu ihrem Satz "Wir schaffen das!".

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