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RKI-Chef Wieler - "Situation noch lange nicht unter Kontrolle"

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Corona ist "noch lange nicht unter Kontrolle", erklärt RKI-Chef Wieler. Doch Gesundheitsminister Spahn ist sicher: "Wir haben jetzt die Mittel, das Virus zu besiegen."

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnt vor zu schnellen Lockerungen der Corona-Einschränkungen. Zwar sinke die Zahl der Neuinfektionen, doch noch nicht stark genug.

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Die Corona-Pandemie in Deutschland ist nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) trotz sinkender Infektionszahlen weiter nicht beherrscht. "Die Situation ist noch lange nicht unter Kontrolle", sagt RKI-Chef Lothar Wieler.

Das Virus noch nicht müde - im Gegenteil, es hat gerade einen Boost bekommen.

Sechs Prozent der Infektionen Virus-Variante

Damit wies Wieler auf die ansteckendere Virus-Variante hin, die zuerst in Großbritannien entdeckt wurde. Sie habe eine Verbreitung von etwa sechs Prozent in Deutschland erreicht. Das bedeute, dass sie sich wahrscheinlich weiterverbreiten. "Sars-Cov-2 ist insgesamt gefährlicher worden", sagt er.

Die Virus-Variante B.1.1.7 aus Großbritannien sei jetzt in 13 Bundesländern nachgewiesen worden. Auch zwei weitere, gefährlichere Virus-Varianten - B.1.351 und B.1.281 - seien in Deutschland nachgewiesen worden. "Die drei Varianten sind ansteckender und es gibt erst Hinweise, dass sie auch vermehrt zu schweren Verläufen führen", warnt Wieler. Die Virus-Varianten seien in Deutschland angekommen, dominierten das Geschehen aber noch nicht. "Wir müssen die Ausbreitung verlangsamen und verhindern, dass neue Varianten entstehen."

Lothar Wieler vom Robert-Koch-Institut betont die Gefahr durch Virus-Mutanten.

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"Wir sind auf dem Weg raus aus der Pandemie"

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) äußerte sich positiver:

Wir haben jetzt die Mittel, das Virus zu besiegen - nicht sofort, aber im Laufe des Jahres.

Die Infektionszahlen würden sinken, aber noch nicht weit und stark genug. Trotzdem sei man erstmals nach drei Monaten wieder bei einer Inzidenz unter 80. Auch er sei die Pandemie leid, sagte aber auch, dass "noch weitere harte Wochen vor uns liegen". Aber : "Wir sind auf dem Weg raus aus der Pandemie - und diesen Weg gehen wir entschlossen, aber vorsichtig."

Gesundheitsminister Spahn äußert Zuversicht auf ein Ende der Corona-Pandemie.

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Spahn: Zuerst Kitas und Schulen öffnen

Spahn kündigte an, zuerst Kitas und Schulen zu öffnen. "Wir dürfen die Kinder nicht vergessen", sagte Spahn. Ihm sei klar, dass der Shutdown gerade für Familien eine "hohe Belastung" sei.

"Diese Jahrhundertpandemie bleibt für uns alle eine Zumutung - und sie bleibt ein Charakter- und Stresstest für unsere Gesellschaft", sagt Spahn. Ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie wolle er vor allem den Mitarbeiter*innen im Gesundheitssystem danken. "Auch ihnen sind wir schuldig, dass wir noch etwas durchhalten."

Astrazeneca-Impfstoff vermutlich verträglicher

Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek betonte nochmal die Sicherheit und Wirksamkeit des neu zugelassenen Impfstoffs von Astrazeneca. Mit einer Wirksamkeit weit über 50 Prozent und einem günstigen Nutzen-Risikoprofil erfülle der Impfstoff alle Kriterien des Paul-Ehrlich-Instituts. "Er könnte auch verträglicher als die anderen Impfstoffe sein", sagt Cichutek.

Da von für den Astrazeneca-Impfstoff noch keine große Datenlage zu älteren Menschen vorhanden sind, werde die Impfstrategie dementsprechend angepasst, erklärte Gesundheitsminister Spahn. Die Gruppe der älteren Menschen bekommen den Impfstoff von Biontech und Pfizer, das jüngere Pflegepersonal den von Astrazeneca.

Was ist eigentlich an den neuen Varianten anders?

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Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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