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Appell an Reisende - Spahn: Delta im Juli bei 80 Prozent

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Keine Grenzkontrollen, aber der Appell, sich impfen zu lassen: Die Minister Spahn und Seehofer mahnen zum Beginn der Reisezeit weiter Vorsicht an. Und etwas EM-Kritik gibt es auch.

Gemeinsam mit RKI-Chef Wieler äußern sich Gesundheitsminister Spahn und Innenminister Seehofer zur aktuellen Corona-Lage und den daraus resultierenden Folgen für die Einreiseregeln.

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Die Ferienzeit beginnt und für Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist klar, dass sich viele fragen: "Was gilt nun und wie können wir diesen Urlaub gestalten?" Deshalb verweist Spahn auf das Infektionsgeschehen und darauf, dass die Delta-Variante des Coronavirus zum jetzigen Zeitpunkt auf dem Vormarsch ist. Er gehe davon aus, "dass wir noch im Juli sehen, dass Delta 70 bis 80 Prozent der Neuinfektionen ausmacht".

Gut sei aber, dass inzwischen mehr als 75 Millionen Impfungen in Deutschland erfolgt seien. Spahn appellierte abermals an die Impfbereitschaft und unterstrich:

Doppelt geimpft hilft gegen Delta.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Daher sei es wichtig, das Impftempo aufrechtzuerhalten. Bislang seien in Deutschland zwei Drittel aller Erwachsenen mindestens einmal geimpft. Auf die Gesamtbevölkerung gerechnet hätten mittlerweile 55 Prozent eine Erstimpfung erhalten, doppelt geimpft seien 37,3 Prozent.

Mit dem digitalen Impfzertifikat können vollständig Geimpfte ohne Quarantäne und ohne Testpflicht EU-weit reisen. Doch das Zertifikat ist kein Freifahrtschein in einen sorglosen Sommer.

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Keine grundsätzlichen Grenzkontrollen

Bundesinnenminister Horst Seehofer bekräftigte, dass stationäre Grenzkontrollen in Deutschland wegen der Pandemie nicht geplant seien. Stattdessen gebe es nach wie vor die Schleierfahndung, auch wegen der Migration und zur Abwehr von Terrorgefahren. Anders sei die Lage an den Flughäfen, wo es eine "lückenlose Kontrolle" gebe. Hier achte die Bundespolizei darauf, dass Passagiere eine Einreise-Anmeldung hätten sowie einen Nachweis zur Impfung, Testung oder Genesung. Grundsätzlich gelte:

Wer einreist, muss damit rechnen, kontrolliert zu werden.
Bundesinnenminister Horst Seehofer

Dies werde auch durchgesetzt, um ein weiteres "Einschleusen von Infektionen" einzudämmen, so Seehofer.

Portugal und Großbritannien werden bald wieder heruntergestuft

Die Bundesregierung will Spahn zufolge Portugal und Großbritannien für Reisende bald wieder von Virusvarianten- zu Hochinzidenzgebieten herunterstufen. Dies werde dann der Fall sein, wenn die Anteile der Delta-Variante vergleichbar seien, also voraussichtlich 70 bis 80 Prozent.

Portugal und Russland gelten wegen der Ausbreitung der Delta-Variante als Virus-Varianten-Gebiete.

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Entscheidend für die in den kommenden Tagen zu erwartende Entscheidung werde sein, dass der relative Anteil der Variante in Deutschland steigt und diese dominierend werde, sagte Spahn. Der Schritt werde "nicht in ferner Ferne liegen". Die derzeitige Einstufung als Virusvariantengebiet hat strikte Quarantäneregeln selbst für geimpfte Einreisende zur Folge.

Seehofer mit scharfer Kritik an UEFA

Seehofer kritisierte den europäischen Fußballverband UEFA wegen der anstehenden EM-Spiele in London. "Ich halte diese Position der UEFA für absolut verantwortungslos", sagt der CSU-Politiker in Berlin. Es sei klar, dass ein Fußballspiel mit 60.000 Zuschauern das Infektionsgeschehen befördere, wenn Menschen sehr dicht beieinander seien und Erfolge feierten mit Umarmungen - vor allem in einem Land, das bereits stark von der Delta-Variante betroffen sei.

Ich habe da ein bisschen den Verdacht, dass es um Kommerz geht.
Bundesinnenminister Horst Seehofer

Europa ist im EM-Fieber. Besonders schwierig ist die Lage in London.

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"Ein Sportverband sollte schon klar erklären: Wir wollen das nicht so, wir reduzieren die Zuschauerzahlen", appellierte Seehofer an den europäischen Fußballverband. Er verwies auf das Eröffnungsspiel der EM in München, bei dem er selbst vor Ort war. Dort seien 14.000 Zuschauer gewesen. Im Wembley-Stadion waren es am Dienstag 45.000.

Spahn: Länder bei Schulen gefragt

Mit Blick auf den Herbst appellierte Spahn an die Länder, Schulen und Kitas so lange wie möglich geöffnet zu halten. Kinder und Jugendliche hätten es nach den vergangenen Monaten verdient, dass dies die oberste Verantwortung sei.

In diesem Zusammenhang mahnte er die Schulträger in den Ländern, für den Einbau von Luftfiltern in Klassenräumen zu sorgen. Der Bund unterstütze dies nach bestem Wissen und Gewissen, vor allem finanziell. Aber:

Das Einbauen von Filtern in Schulen, das kann der Bund nicht.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn
FAQ

Virusvariantengebiete - Das sollten Reisende jetzt wissen  

Wegen der Delta-Variante des Coronavirus gelten Portugal und Russland jetzt als Virusvariantengebiete. Was heißt das für Urlauber? Rechtsexperte Karimi beantwortet wichtige Fragen.

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