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Spanien offenbar Hauptasylziel in der EU

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Deutschland nicht mehr Spitze - Spanien offenbar Hauptasylziel in der EU

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In der Corona-Krise sind die europäischen Grenzen dicht. Das zeigt sich - laut einem Medienbericht - auch bei den Asylanträgen, insbesondere auch in Deutschland.

Migranten an der griechisch-türkischen Grenze.
Migranten an der griechisch-türkischen Grenze.
Quelle: Darko Bandic/AP/dpa/Archivbild

Die Zahl der Asylanträge in der EU, Schweiz und Norwegen ist in den ersten vier Monaten 2020 um ein Viertel zurückgegangen. Das berichtet die Zeitung "Welt" unter Berufung auf die EU-Asylbehörde EASO. Von Anfang Januar bis Ende April stellten knapp 165.000 Personen einen Asylantrag; im vergleichbaren Vorjahreszeitraum seien es gut 221.000 gewesen.

Deutschland liegt dabei erstmals seit vielen Jahren nicht mehr an der Spitze der Zielländer. Die meisten Asylanträge wurden in Spanien gestellt (rund 37.500), und zwar vor allem von Migranten aus Lateinamerika.

Deutschland nur noch auf Platz zwei der Hauptziele

Auf Platz zwei liegt demnach Deutschland mit rund 33.700 Anträgen, vor allem von Syrern, Irakern und Afghanen. Dahinter liegen laut der EU-Behörde Frankreich (ca. 28.700), Griechenland (21.150) und Italien (rund 8.000). In Italien wurden lediglich 8.025 gestellt. Schlusslicht ist Estland mit 19 Asylsuchenden in diesem Jahr.

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