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Nach US-Besuch : Neue Spannungen zwischen China und Taiwan

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Die Sorge, China könnte in Taiwan dem Beispiel Putins in der Ukraine folgen, wächst. Nach einem Besuch aus den USA in Taipeh facht Peking militärisch die Spannungen jetzt an.

US-Delegation besucht Taiwan: Lindsey Graham und Tsai Ing-wen
Der Besuch des US-amerikanischen Senators Graham bei der taiwanesischen Präsidentin Tsai Ing-wen hat die Gemüter in China stark erhitzt.
Quelle: Reuters

Mit Militärmanövern um Taiwan erhöht China den Druck auf die demokratische Inselrepublik und die USA.

China: Gegenreaktion auf US-Vorgehen

Nach einer Mitteilung über die Übungen durch die Volksbefreiungsarmee teilte Außenamtssprecher Zhao Lijian in Peking mit, die Manöver seien

eine Gegenreaktion auf das negative Vorgehen der USA und den jüngsten Besuch von US-Senatoren in Taiwan.
Zhao Lijian, Sprecher des chinesischen Außenamtes

Er verwies damit auf den überraschenden Besuch einer Delegation des amerikanischen Kongresses unter Führung des einflussreichen republikanischen Senators Lindsey Graham in Taipeh. Er hatte am Freitag Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen getroffen.

Die militärischen Spannungen zwischen Peking und Taipeh nehmen zu. Peking möchte Taiwan, das sich 1949 von China abgespalten hatte, wieder mit dem Festland vereinigen - notfalls auch mit militärischer Gewalt.

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China betrachtet Taiwan nur als Teil der Volksrepublik und lehnt solche offiziellen Kontakte seiner diplomatischen Partner mit der Regierung in Taipeh entschieden ab.

Chinesisches Militär: Manöver mit Angriffs-Übungen

Nach chinesischen Militärangaben wurden bei den Manövern im Seegebiet und Luftraum um Taiwan auch Angriffe geübt.

Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine wachsen die Befürchtungen, dass auch Peking seine wiederholten Drohungen mit der Eroberung der Insel wahr machen könnte. Die USA haben sich schon vor langer Zeit selbst der Verteidigungsfähigkeit Taiwans verpflichtet und liefern Waffen.

Besuch als Zeichen für Unterstützung durch die USA

Mit ihrem Besuch wollen die US-Kongresspolitiker die "felsenfeste" Unterstützung der USA für Taiwan demonstrieren. Bei dem Treffen mit Präsidentin Tsai äußerte Senator Graham scharfe Kritik an Peking und verwies auch auf dessen politische Rückendeckung für Russlands Präsident Wladimir Putin im Ukraine-Krieg.

Wir beginnen damit, dass China einen höheren Preis für das bezahlt, was es überall in der Welt tut.
Lindsey Graham, US-Senator

Die Unterstützung für Putin müsse mit Kosten verbunden sein, sagte Graham weiter.

China und Taiwan beobachten den Ukraine-Krieg auch mit Blick auf das eigene Schicksal. Der Zusammenhalt des Westens macht den Taiwanern zwar Mut – aber sie sehen auch, dass sie sich in der Not selbst verteidigen müssten.

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Graham: Stehen an der Seite von Taiwan

Der Senator versicherte, dass die USA weiter an der Seite Taiwans stünden, sollte China seine Provokationen verstärken. Taiwan aufzugeben, bedeute, Demokratie, Freiheit und freien Handel aufzugeben, sagte der Senator.

Russlands Invasion in die Ukraine beweist, dass Demokratien ihre Allianzen stärken müssen.
Tsai Ing-wen, Präsidentin von Taiwan

Die Präsidentin von Taiwan betonte: "Gemeinsam können wir uns gegenüber den Bedrohungen autoritärer Systeme verteidigen, die regionalen Frieden stören wollen."

China verbietet Einmischung: "Innere Angelegenheit"

Trotz des chinesischen Säbelrasselns warf Pekings Außenamtssprecher vielmehr den USA vor, an den Spannungen zwischen China und Taiwan schuld zu sein, weil sie taiwanische "Unabhängigkeitskräfte" unterstützten.

Wer mit dem Feuer spielt, verbrennt sich am Ende selbst.
Zhao Lijian, Sprecher des chinesischen Außenamtes

Die Taiwanfrage sei eine "innere Angelegenheit" Chinas, die keine ausländische Einmischung erlaube.

Xi Jinping, Präsident von China. Archivbild

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