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Norbert Walter-Borjans - SPD-Chef: Koalition mit Linkspartei denkbar

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Der SPD-Co-Vorsitzende Walter-Borjans will ein Bündnis mit der Linkspartei nicht ausschließen. Linken-Chefin Kipping strebt nach der Bundestagswahl eine Regierungsbeteiligung an.

Die SPD-Chefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans.
Die SPD-Chefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans.
Quelle: Kay Nietfeld/dpa/Archiv

SPD-Co-Chef Norbert Walter-Borjans hält ein politisches Bündnis mit den Linken im Bund für denkbar. Er wolle eine Koalition mit der Linkspartei nicht grundsätzlich ausschließen, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Die SPD wolle die führende Kraft in einem Regierungsbündnis werden, das den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Mittelpunkt stellt. "Die Große Koalition ist dafür keine Grundlage", sagte Walter-Borjans.

Wenn wir eine Bündnisoption mit der Linken ausschlössen, hätten die Verteidiger des 'Weiter so' und damit der weitergehenden Spaltung der Gesellschaft schon gewonnen.
Norbert Walter-Borjans, SPD-Co-Vorsitzender

Das sähen auch Vize-Kanzler Olaf Scholz, Fraktionschef Rolf Mützenich sowie die Co-Parteivorsitzende Saskia Esken so. "Klärungsbedarf gäbe es dann aber sicher noch genug. Wie mit den Grünen auch", so Walter-Borjans.

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Linkspartei strebt Regierungsbeteiligung an

Auch Linken-Chefin Katja Kipping hatte zuvor im ZDF-Sommerinterview erklärt, die Linkspartei strebe nach der nächsten Bundestagswahl eine Regierungsbeteiligung an. Viele Menschen hätten Sympathien für die Inhalte der Linken, bezweifelten aber, dass diese umgesetzt werden könnten. Dafür müsse die Partei Regierungsverantwortung übernehmen.

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19 min
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Bei der Bundestagswahl gehe es um "um eine Richtungsentscheidung fürs Land", sagte Kipping den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Ob sie sich nach acht Jahren an der Spitze der Linken beim Parteitag im November zur Wiederwahl stellt, wollte sie noch nicht mitteilen. Die Entscheidung sei allerdings "schon im Frühjahr" gefallen.

In Umfragen liegt die Linkspartei derzeit zwischen sieben und neun Prozent. Ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linken hätte auf Bundesebene momentan keine politische Mehrheit.

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