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Porträt - Janine Wissler: Redegewandt und ultralinks

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Engagiert im Alpenverein, Fußball-Fan und Spitzenkandidatin bei der Bundestagswahl 2021. Wer ist Janine Wissler? Ein Porträt.

Janine Wissler
Janine Wissler geht als Spitzenkandidatin der Linken in die Bundestagswahl.
Quelle: dpa

Janine Wissler gilt schon seit längerem als großes politisches Talent der Linkspartei. Die 39-Jährige scheut keine Konflikte, vertritt dabei ebenso freundlich wie wortgewaltig ihre Positionen - und die sind eindeutig links einzuordnen.

Erste Demo mit 14 Jahren

Politisch aktiv ist die 1981 in Langen bei Frankfurt am Main geborene Wissler seit ihrer Jugend. In die Politik kam sie über die globalisierungskritische Organisation Attac, 2004 war sie eine der Gründerinnen der hessischen Wahlalternative Soziale Gerechtigkeit (WASG), die aus Protest gegen die Agenda-Politik der rot-grünen Bundesregierung entstand und 2007 in der Linken aufging. Auf ihrer ersten Demo war sie aber schon mit 14 Jahren - aus Protest gegen Frankreichs Atomtests in der Südsee.

Wissler liebt die Berge, ist im Deutschen Alpenverein engagiert und außerdem im Landtags-Fanclub von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt.

Wissler politisch ultralinks

Bereits mit 26 Jahren zog Wissler ins Wiesbadener Parlament ein. Bis heute ist sie fest verwurzelt im linken Straßenprotest und häufig bei Kundgebungen gegen den Fluglärm oder die NSA-Überwachung dabei. Ihre politische Heimat sind ultralinke Strömungen in der Partei wie das Netzwerk Marx 21 - auch wenn sie vor ihrer offiziellen Kandidatur zur Bundesvorsitzenden ihre Mitgliedschaft kündigte.

Sahra Wagenknecht (Linke) spricht unter anderem über Identitätspolitik, "Friday's for Future" und die AfD. Sehen Sie hier ihr Interview mit dem ZDF.

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Im Wiesbadener Landtag galt Wissler als scharfzüngige Rednerin. Damit gelang es ihr, zum Gesicht der Linken in Hessen zu werden.

Klare Haltung nach Drohmails von "NSU 2.0"

Auch auf Bundesebene ist Wissler keine Unbekannte. Sie gehörte zu den Politikerinnen, die im Sommer rechtsextreme "NSU 2.0"-Drohmails erhielten. Vor dem Versand der Mails waren unerlaubt Daten von Empfängerinnen von Polizeicomputern in Hessen abgerufen worden. Wissler nannte die rechten Strukturen in einem HR-Interview "besorgniserregend und beängstigend". Es sei Aufgabe aller Demokraten, "der rechten Bedrohung den Kampf anzusagen".

Interview

Kritik von Co-Chefin der Linken - "Kontaktbeschränkungen enden am Betriebstor" 

Linken-Parteivorsitzende Wissler kritisiert im ZDF-Morgenmagazin überfüllte Betriebe. Sie fordert angesichts hoher Infektionszahlen "bundeseinheitliches und schnelles Handeln".

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