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"Spritfresser" sollen teurer werden

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Umweltministerin Schulze - "Spritfresser" sollen teurer werden

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Umweltministerin Schulze will zugunsten des Klimaschutzes Autos mit einem hohen Spritverbrauch teurer machen. Dafür will die Ministerin an anderer Stelle Anreize schaffen.

Auf dem Foto ist die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze von der SPD während einer Kabinetts-Sitzung im Bundeskanzleramt in Berlin zu sehen.
Umweltministerin Svenja Schulze will "Spritfresser" verteuern.
Quelle: epa

Umweltministerin Svenja Schulze macht Ernst beim Klimaschutz - und will Autofahrer mit spritfressenden Fahrzeugen künftig mehr zur Kasse bitten. Die SPD-Politikerin sagte der Nachrichtenagentur dpa: "Ich glaube, dass es sehr gut wäre, wenn diejenigen, die die großen spritfressenden Autos kaufen, die einfach etwas mehr zahlen, einfach einen Aufschlag bekommen."

E-Autos billiger machen

Um mehr Anreize für klimafreundlichere Autos zu schaffen, will Schulze gleichzeitig Elektrofahrzeuge günstiger machen. Die Ministerin sagte, sie finde ein solches "Bonus-Malus-System" eine "sehr, sehr gute Idee". Schulze betonte zugleich, diese Ansicht decke sich auch mit der Beschlusslage der SPD vom vergangenen SPD-Parteitag. "Solche Regelungen könnte man machen." Es gebe sicherlich noch Regelungsbedarf im Detail. "Aber das System ist machbar. Wir zahlen ja heute auch Prämien für diejenigen, die Elektrofahrzeuge kaufen."

Tesla

Dank hoher Nachfrage -
Tesla erzielt zweiten Quartalsgewinn in Folge
 

Tesla wächst schneller, als von Experten prognostiziert - und schreibt zum zweiten Mal in Folge schwarze Zahlen. Die deutschen Autohersteller geraten damit weiter unter Druck.

Damit Deutschland die gesetzten Klimaziele für 2030 schafft, muss vor allem der Verkehrsbereich liefern. Viele Experten bezweifeln, dass die bisher beschlossenen Maßnahmen ausreichen - etwa eine stärkere staatliche Förderung beim Kauf von E-Autos. Die CO2-Emissionen im Verkehr sind auch wegen eines höheren Verkehrsaufkommens in den vergangenen Jahren kaum gesunken.

Beitrag zum Klimaschutzprogramm

Zudem gibt es seit Jahren einen Verkaufsboom bei SUVs, also schweren Sportgeländewagen. Die Große Koalition hatte sich im September in ihrem Klimaschutzprogramm zudem auf eine Reform der Kfz-Steuer verständigt. Sie soll stärker an den CO2-Emissionen ausgerichtet werden und so einen weiteren Anreiz zum Kauf von E-Autos geben. Ein Gesetzentwurf aus dem Bundesfinanzministerium steht aber noch aus.

Infografik: Neuzulassungen SUV und Geländewagen zwischen 2015 und 2019
* Janur bis November 2019
Quelle: Kraftfahrtbundesamt

Die Autohersteller wollen in den kommenden Monaten und Jahren zahlreiche E-Autos anbieten, auch im Massenmarkt. Dies ist auch notwendig, damit die Hersteller die EU-Vorgaben einhalten können. Die Bundesregierung hält sieben bis zehn Millionen E-Autos in Deutschland bis 2030 für notwendig, um die Klimaschutzziele zu erreichen.

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