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Amt wird aufgelöst - Stasi-Unterlagen wechseln ins Bundesarchiv

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Die Stasi-Unterlagenbehörde hat die Stasi-Akten in die Verantwortung des Bundesarchivs übergeben. Eine neue Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur ist schon im Amt.

Nach knapp 30 Jahren ist die Stasi-Unterlagen-Behörde Geschichte. Für Millionen Stasi-Akten sowie tausende Fotos und Tonträger der DDR-Staatssicherheit ist nun das Bundesarchiv zuständig. Die Überführung der Akten wurde mit einem Festakt gewürdigt.

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Die Unterlagen der früheren DDR-Staatssicherheit sind am Donnerstag offiziell in die Verantwortung des Bundesarchivs übergegangen. Damit werde "die Zukunft gesichert, die Stasi-Unterlagen weiter zu nutzen", sagte der bisherige Akten-Beauftragte Roland Jahn dem ZDF.

Bei einem Festakt zur Überführung der Stasi-Akten in das Bundesarchiv würdigte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) die Arbeit der Stasi-Unterlagen-Behörde. Gut 30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung würden die Akten künftig als Teil des gesamtstaatlichen Gedächtnisses dauerhaft und für künftige Generationen bewahrt werden, erklärte Grütters am Donnerstagabend bei der Veranstaltung im Zeughaushof des Deutschen Historischen Museums in Berlin.

"Dieser Schritt ist ganz wichtig", so Roland Jahn, Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde BStU. Man könne damit den Opfern gerecht werden.

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Stasi-Unterlagen sollen öffentlich zugänglich bleiben

Mit der Überführung der Verantwortung für die Aktenbestände wird ein Beschluss des Bundestages umgesetzt. Die Unterlagen des früheren DDR-Geheimdienstes sollen wie bisher öffentlich zugänglich bleiben.

Grütters erklärte, die Zeugnisse der SED-Diktatur vor der Vernichtung bewahrt zu haben, "ist bleibendes Verdienst und Vermächtnis der DDR-Bürgerrechtsbewegung". Aufarbeitung und wissenschaftliche Forschung würden nun intensiv fortgesetzt - "unter gesamtdeutschen Vorzeichen und mit verbessertem Zugang zu den Akten".

Der Bundesbeauftragte der Stasiunterlagenbehörde, Roland Jahn hat im März seinen letzten Bericht vorgestellt.

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Digitalisierung bleibt ein wichtiges Ziel

Jahn wies seinerseits im ZDF darauf hin, dass diese künftig sogar nicht mehr nur in ostdeutschen Bundesländern zur Verfügung stünden, sondern an allen Dienststellen des Bundesarchivs. "Mit diesem Schritt wird man auch den Opfern gerecht und der nächsten Generation", sagte Jahn weiter dem ZDF.

Als wichtiges Vorhaben für die Zukunft nannte er vor allem die weitere Digitalisierung der Unterlagen. Dies sei für deren Bestandserhaltung und die Nutzung ein "ganz wichtiger" Schritt.

Die erste Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur, Evelyn Zupke, tritt ihr Amt an. Zeitgleich gehen die Stasi-Unterlagen ins Bundesarchiv.

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Interesse an Stasi-Akten ist ungebrochen

Jahn zog auch eine positive Bilanz der bisherigen Arbeit der Unterlagenbehörde. "Es ist ein Glücksgefühl da, weil wir eindeutig etwas geschafft haben", sagte er dem Bayerischen Rundfunk. "Wir sind den Opfern gerecht geworden und wir haben die Brücke in die nächste Generation gebaut", hob er weiter hervor.

Die Überführung der Akten an das Bundesarchiv sei keineswegs ein Schlussstrich unter die Aufarbeitung von DDR-Unrecht. Auch mehr als 30 Jahre nach der Wiedervereinigung ist das Interesse an den Stasi-Akten ungebrochen. Zuletzt gingen monatlich etwa 3.000 Anträge auf Akteneinsicht ein, wie Jahn sagte.

Termin bewusst auf den 17. Juni gelegt

Dabei nehme inzwischen der Anteil derjenigen zu, die Einsicht in Akten verstorbener Angehöriger nehmen wollten. "Die Stasi-Akten machen deutlich, dass Freiheit und Demokratie keine Selbstverständlichkeit sind und es gilt, sie zu schützen", sagte Jahn weiter der "Passauer Neuen Presse".

Als Termin für die Aktenübergabe war der 17. Juni gewählt worden, der Jahrestag des Volksaufstands in der damaligen DDR 1953.

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