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Bundespräsident Steinmeier : "Pressefreiheit ist hart umkämpfter Wert"

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Bundespräsident Steinmeier hat bei der Verabschiedung von ZDF-Intendant Bellut dessen Einsatz für die internationale Pressefreiheit gewürdigt. Journalismus sei überlebenswichtig.

Zum Abschied des ZDF-Intendanten Thomas Bellut hat Bundespräsident Steinmeier die Bedeutung der Pressefreiheit betont. Kaum einer wisse besser, wie wichtig sie für Demokratien ist.

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20 min
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Mit einem Appell für die Pressefreiheit hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den langjährigen ZDF-Intendanten Thomas Bellut verabschiedet. Steinmeier dankte Bellut für seine erfolgreiche Arbeit und würdigte dessen "Kampf für die internationale Pressefreiheit". [Sehen Sie die gesamte Rede oben im Video]

Wie wichtig der Zugang zu Informationen und das Recht auf freie Meinung sei, zeige sich aktuell im Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Menschen in der Ukraine erlitten Tod und Verwundung, Zerstörung und Vertreibung, sagte Steinmeier.

Mütter und Väter verlieren ihre Kinder, Kinder ihre Mütter und Väter. Auch russische Soldatinnen und Soldaten sterben in großer Zahl. Aber die russische Bevölkerung darf davon nichts hören, sehen oder lesen.
Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident

Zur Verabschiedung hat Malu Dreyer als Vorsitzende des Verwaltungsrates eine Laudatio auf Thomas Bellut gehalten. Das ZDF sei mit ihm für das junge Publikum interessanter geworden.

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Steinmeier: Mediengesetze in Russland "tiefer Einschnitt"

Die Duma habe Mediengesetze verabschiedet, die auch ausländische Korrespondentinnen und Korrespondenten an ihrer Arbeit hinderten. Internationale Medien - darunter das ZDF - hätten ihre Berichterstattung aus Russland ausgesetzt, um die Journalisten zu schützen. Diese Gesetze und die damit verbundenen Drohungen seien ein tiefer Einschnitt.

Wer das Licht der Information aussperren muss, der braucht offenbar Finsternis für das, was er tut. Berichterstattung zu verbieten, ist aus meiner Sicht ein Zeichen der Schwäche. Und ein Eingeständnis, das etwas geschieht, was nicht gesehen werden soll.
Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident

Wer bei dem, was er tue, nicht gesehen werden möchte, plane nicht einfach irgendetwas, sagte Steinmeier, "sondern er führt etwas im Schilde, von dem er weiß, dass es nicht richtig ist."

Und nichts ist so falsch wie der Krieg gegen die Ukraine.
Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident

Bei ihrer Laudatio auf Thomas Bellut hat Fernsehratsvorsitzende Marlehn Thieme einen Blick auf die Leistung des Intendanten geworfen. 20 Jahre habe er das ZDF entscheidend geprägt.

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Steinmeier: Krieg stützt sich auf Lügen und Propaganda

Dieser Krieg sei nicht der Krieg des russischen Volkes, sagte Steinmeier.

Dieser Krieg ist der Krieg einer politischen Führung in Moskau gegen ein Volk, das eben noch ein Brudervolk war. Und er stützt sich auf Lüge, Propaganda, absurde Geschichtsklitterung und eine eiskalte Zensurmaschine.
Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident

Jede und jeder in Russland, der dieser Maschine trotze und für die Wahrheit kämpfe, sei "unglaublich mutig" und verdiene Respekt und Unterstützung. "Pressefreiheit ist Autokraten und Populisten ein Dorn im Auge", sagte Steinmeier. "Sie war es schon immer, und wird es immer sein."

Nach fast 40 Jahren Arbeit im Sender und zwei Amtszeiten als ZDF-Intendant übergibt Thomas Bellut nun seinen Posten an Norbert Himmler. Sehen Sie seine Abschiedsrede im Video.

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Denn: Pressefreiheit ist das Gegengift zum totalitären Wahn – zu dem Wahn, die Hoheit über die Gedanken von Menschen zu erlangen.
Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident

Pressefreiheit erzeuge das Gegenteil. "Sie erzeugt Gleichberechtigung durch Wissen, Enthüllung des absichtsvoll Verborgenen, Ermutigung zum aufgeklärten Streit", betonte der Bundespräsident.

Pressefreiheit ist ein hart erkämpfter und - wie wir sehen - immer noch umkämpfter Wert. Ohne sie können Demokratien, mit ihr können Autokratien auf Dauer nicht überleben.
Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident

Auf Thomas Bellut folgt Norbert Himmler als Intendant. 25 Jahre haben sie gemeinsam gearbeitet und Bellut habe Himmler viel mit auf den Weg gegeben.

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6 min
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Steinmeier dankte allen Journalistinnen und Journalisten, die aus den Kriegsgebieten berichten. Ihr Mut sei "die Steinschleuder gegen Unterdrückung und Propaganda". Journalismus sei – viel zu oft – lebensgefährlich, betonte der Bundespräsident in seiner Rede. Aber Journalismus sei auch überlebenswichtig, "und zwar für uns alle, für die liberale Demokratie", erklärte er.

Steinmeier betont Verantwortung der Medien

Die Pressefreiheit brauche ein "komplexes Netz von Bedingungen, das sie schützt". Vertrauen in der Bevölkerung und große Verantwortung in Redaktionen und Vorstandsetagen, Bildung und Medienkompetenz bei den Konsumenten und Unabhängigkeit der Medienschaffenden, politisch und finanziell. Dieses Netz zu sichern, sei Aufgabe der gesamten Gesellschaft, so Steinmeier.

Humorvoll hat Oliver Welke die Leistung von Thomas Bellut gewürdigt. Er sei Vater der Satireschiene im ZDF.

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10 min
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"Als Bundespräsident stehe ich vor der Vierten Gewalt in großem Respekt, aber auch im Wissen um ihre große Verantwortung für die Demokratie", so Steinmeier.

Sie, Herr Bellut, haben sich diese Verantwortung zur Richtschnur gesetzt, und dafür danke ich Ihnen.
Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident

Der 67-jährige Thomas Bellut beendet am 14. März seine Amtszeit. Seit 2012 war er ZDF-Intendant. Den Posten übergibt er nun an seinen Nachfolger Norbert Himmler.

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