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Bundestagswahl 2021 - Steuern: Was Union, Grüne und Co. versprechen

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Die Linke ist für Steuererhöhungen, die Union dagegen. Die SPD will am Soli festhalten, die FDP auf keinen Fall. Was die Parteien in Sachen Steuern vor der Wahl versprechen.

Archiv: Stühle für die Abgeordneten im Plenum in Deutschen Bundestag am 09.09.2020
Wie sieht der Bundestag nach der Wahl im Herbst aus? Und welche Steuer-Pläne könnten auf ihn zukommen?
Quelle: dpa

Die Union ...

  • stemmt sich klar gegen Steuererhöhungen und Vermögenssteuern, die Unternehmen belasten würden.
  • Der Solidaritätszuschlag soll auch für die einkommensstärksten zehn Prozent abgeschafft werden.
  • Kleine und mittlere Einkommen sollen bei der Einkommenssteuer entlastet werden - wie, sagt die Union nicht.
  • Das Ehegattensplitting soll bleiben, Kinder sollen stärker berücksichtigt werden.

[Erfahren Sie in dem Video mehr über das Wahlprogramm der Union.]

Die Grünen ...

  • wollen kleine und mittlere Einkommen entlasten, indem der Grundfreibetrag der Einkommensteuer und zugleich der Spitzensteuersatz steigen.
  • wollen außerdem eine Vermögensteuer von einem Prozent für Vermögen oberhalb von zwei Millionen Euro pro Person.
  • Die Pläne sehen 45 Prozent ab einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro pro Person und 48 Prozent ab einem Jahreseinkommen von 250.000 Euro vor.
  • Auf Kapitalerträge, die bisher pauschal mit 25 Prozent besteuert wurden, soll der individuelle Steuersatz anwendet werden.

[Lesen Sie hier nach, wie die Grünen den Klimawandel bekämpfen wollen, falls sie ins Kanzleramt einziehen.]

Die SPD ...

  • will kleine und mittlere Einkommen bei der Einkommensteuer besserstellen, sagt aber nicht genau wie.
  • Zur Gegenfinanzierung soll der Spitzensteuersatz steigen, aber etwas später einsetzen.
  • Spitzenverdiener sollen weiter Solidaritätszuschlag zahlen.
  • Das Ehegattensplitting soll verändert, das Steuerrecht insgesamt stärker auf Partnerschaftlichkeit ausgerichtet werden.
  • Familien sollen von einer Kindergrundsicherung profitieren.
  • Auf sehr hohe Vermögen soll eine Vermögensteuer von einem Prozent gelten - die Grundlage von Betrieben soll dabei verschont bleiben.

[Wie die SPD nach Wahl Deutschland gestalten möchte, können Sie im Beitrag zum SPD-Wahlprogramm nachlesen.]

Die FDP ...

  • will die Abgabenbelastung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf unter 40 Prozent senken.
  • Die Steuerlast für kleine und mittlere Einkommen soll verringert werden.
  • Der Spitzensteuersatz soll erst ab 90.000 Euro greifen und damit später als jetzt.
  • Der Solidaritätszuschlag soll auch für die Reichsten wegfallen.
  • Die FDP lehnt eine Vermögensabgabe genauso wie eine Vermögenssteuer strikt ab.
  • Steuern mit wenig Ertrag wie die Schaumwein-, die Bier- oder die Kaffeesteuer sollen abgeschafft werden.

[Auf unserer Themenseite erfahren Sie mehr über die FDP.]

Die Linke ...

  • will hohe Vermögen, Einkommen, Erbschaften und Kapitalgewinne stärker besteuern.
  • Dafür will die Linke eine progressive Vermögensteuer von mindestens einem Prozent auf Privatvermögen ab einer Million Euro einführen.
  • Zur Bewältigung der Corona-Krise sollen alle mit mehr als zwei Millionen Euro eine Vermögensabgabe von 10 bis 30 Prozent zahlen - über 20 Jahre in Raten.
  • Die Erbschaftssteuer auf hohe Erbschaften und die Körperschaftssteuer sollen steigen.
  • Es sind neue Steuersätze für hohe Einkommen geplant: 53 Prozent ab 70.000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen, 60 Prozent ab rund 260.000 Euro und 75 Prozent ab einer Million Euro.
  • Der Solidaritätszuschlag für hohe Einkommen soll bleiben.

[Hier erfahren Sie Details zum Wahlprogramm der Linken.]

Die AfD ...

  • will das Steuersystem "radikal" vereinfachen und eine Konzentration auf Umsatzsteuer und Einkommensteuer.
  • Wegfallen sollen: Grundsteuer, Gewerbesteuer, Energiesteuer, Schaumwein- und Kaffeesteuer entfallen genauso wie die Biersteuer, die Vergnügungsteuer, die Jagd- und Fischereisteuer und die Zweitwohnungssteuer.
  • Eine Vermögensteuer lehnt die AfD genauso ab wie die Erbschaftsteuer.
  • Einführen will die AfD eine Digitalsteuer auf den Umsatz von Tech-Riesen.

[Dieses Video liefert Einblicke in das Programm der AfD zur Bundestagswahl.]

Das Plenum im Deutschen Bundestag während der Plenarsitzung mit einer Regierungsbefragung am 10.02.2021

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