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Änderung der Impfstrategie? - Stiko-Chef: "Muss genau untersucht werden"

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Die Angst vor den Corona-Mutationen geht um. Sind die zugelassenen Impfstoffe dagegen wirksam? Der Chef der Ständigen Impfkommission wartet auf Ergebnisse biologischer Tests.

"Als die Verträge geschlossen wurden", so Prof. Thomas Mertens, Vorsitzender Ständige Impfkommission, , "wusste man noch nichts über die tatsächliche Wirksamkeit der Impfstoffe."

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Der Chef der Ständigen Impfkommission hat sich im ZDF zurückhaltend zu einer Änderung der Impfstrategie aufgrund von Coronavirus-Mutationen geäußert. "Das muss sehr genau untersucht werden", sagte Professor Thomas Mertens im Morgenmagazin.

Es gibt Befürchtungen, dass die Corona-Impfstoffe gegen verschiedene Coronavirus-Mutationen nicht wirksam sein könnten. Muss deshalb die Impfstrategie geändert werden?

"Das ist nicht ganz so einfach. Und das kann man nicht nur mit sogenannter Sequenzierung des viralen Genoms machen, sondern dazu braucht man wirklich biologische Daten." Die würden derzeit an vielen Orten der Welt erhoben, auf diese Ergebnisse müsse man warten, so Mertens. Das gelte besonders für die brasilianische Variante des Virus.

Mertens schränkte weiter ein:

Man muss sagen, dass eine im Labor festgestellte Verminderung der Antikörper-Wirksamkeit gegen diese Variante nicht unbedingt bedeuten muss, dass die Impfung beim Menschen wirkungslos ist.
Stiko-Chef Thomas Mertens

War es fahrlässig, relativ spät auf Mutationen zu testen?

Die Sequenzierungsdaten in Deutschland seien ähnlich wie die der meisten Länder wie zum Beispiel der USA. Die Sequenzierung sei eine Sache zum Auffinden der Mutanten oder neuer Mutanten.

"Daneben muss man sehr viel aufwändigere biologische Tests machen, die einem zeigen, ob die Antikörper-Wirksamkeit gegenüber diesen Mutanten sich verändert. Und das dauert einfach etwas länger und ist schwieriger durchzuführen", so der Stiko-Chef.

Zu sehen ist ein Corona-Virus mit den erkennbaren Spike-Proteinen.

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