Ukraine-Krieg: Nato wird Hilfe aufstocken

    Unterstützung für den Winter:Nato wird Hilfe für Ukraine aufstocken

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    Die Nato hat angekündigt, die Hilfe für die Ukraine aufzustocken. Die ukrainische Präsidentengattin und der Bundespräsident haben aufgerufen, die Ukraine nicht zu vergessen.

    Jens Stoltenberg beim Treffen der Nato-Außenminister in Bukarest
    Jens Stoltenberg hat vor dem Treffen der Nato-Außenminister in Bukarest weitere Hilfen für die Ukraine angekündigt.
    Quelle: ap

    Der Winter bedroht die Menschen in der Ukraine, zumal die zerstörte Infrastruktur das Leben zusätzlich erschwert. Die Nato hat weitere Hilfen zugesagt. Olena Selenska, bittet darum, die Ukraine vor Weihnachten nicht zu vergessen.

    Nato sendet Hilfe für zerstörte Energie-Infrastruktur

    Die Nato-Mitglieder werden nach den Worten von Generalsekretär Jens Stoltenberg ihre Hilfe für die Ukraine aufstocken.

    Wir haben Generatoren und Ersatzteile geliefert, und die Verbündeten helfen beim Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur.

    Jens Stoltenberg, Generalsekretär

    Stoltenberg sagte vor einem Treffen der Nato-Außenministerinnen und -minister in Bukarest, dieses diene als Plattform, um die westliche Hilfe für den Wiederaufbau der durch russische Angriffe zerstörten Energie-Infrastruktur zu verstärken.
    Außerdem betonte Stoltenberg, dass die Ukraine irgendwann Teil des westlichen Militärbündnisses werden soll. "Russland hat kein Veto", wer ein Nato-Staat werden soll und wer nicht, betonte der Norweger und verwies dabei auf den Beitritt von Nordmazedonien und Montenegro.
    Präsident Wladimir Putin werde sich außerdem bald Finnland und Schweden als weitere Nato-Länder gegenübersehen.

    Selenska ruft auf: "Denkt vor Weihnachten weiter an die Ukrainer"

    Die Frau des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Olena Selenska, hat dazu aufgerufen, auch vor Weihnachten an ihre Landsleute zu denken. "Wir hoffen sehr, dass Euch die bevorstehende Weihnachtszeit nicht unsere Tragödie vergessen lässt und ihr Euch an unser Leid gewöhnt", sagte Selenska am Dienstag dem Sender BBC Radio 4.
    "Die Ukrainer sind sehr müde von diesem Krieg, aber wir haben keine Wahl in diesem Fall. Wir kämpfen um unser Leben. Die Briten haben eine Wahl. Sie können sich an unsere Tragödie gewöhnen und sich auf ihre eigenen wichtigen Dinge im Leben konzentrieren", sagte Selenska. Ihre Botschaft aber sei:

    Das ist nicht nur ein Krieg für unsere Freiheit und unser Leben. Das ist ein Krieg der gegensätzlichen Weltanschauungen, ein Krieg um Werte.

    Olena Selenska, Präsidentengattin

    Selenska nahm in London an einer Konferenz über sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten teil. Dabei betonte sie, Russland setze sexuelle Gewalt "systematisch und offen" als weitere Waffe ein. Russische Soldaten würden dies in Gesprächen mit Verwandten offen zugeben. Sie behauptete, dass die Frauen der russischen Soldaten sie dazu ermutigten. Deshalb sei eine globale Antwort notwendig.

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    Steinmeier bittet um Spenden für den Winter

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft zu weiterer Unterstützung für die Ukraine auf. Die russischen Raketenangriffe auf Energieinfrastruktur und Wasserversorgung träfen Millionen Menschen mit Blick auf den Winter "mit aller Härte", sagte Steinmeier bei seinem Besuch im Logistikzentrum des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Berlin.
    Dort informierte er sich laut Bundespräsidialamt gemeinsam mit dem Botschafter aus der Ukraine, Oleksij Makejew, über die humanitäre Winterhilfe des DRK. Steinmeier zufolge spielen vor allem Städte eine wichtige Rolle. Sie könnten durch Partnerschaften mit ukrainischen Gemeinden unbürokratische Hilfe "von Mensch zu Mensch" leisten.



    Der Bundespräsident richtete sich auch an die Bevölkerung: Für den Winter würden nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch Geldspenden gebraucht. Diese würden Hilfsorganisationen dazu befähigen, technische Hilfsgüter wie Heizgeräte oder Generatoren bereitzustellen.
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    Quelle: AP, dpa, Reuters, KNA

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