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Aufrüstung in Osteuropa geplant : Nato will nicht in Ukraine-Krieg eingreifen

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Generalsekretär Stoltenberg hat eine direkte Beteiligung der Nato im Ukraine-Krieg ausgeschlossen. Zur Abschreckung Russlands wolle das Bündnis zudem in Osteuropa aufrüsten.

Die Außenminister der Nato und der Europäischen Union beraten heute in Brüssel über den Krieg in der Ukraine. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im Ukraine-Krieg mit weiteren Sanktionen gedroht.

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Die Nato wird nicht direkt in den Krieg in der Ukraine eingreifen. Generalsekretär Jens Stoltenberg schloss dies nach Beratungen der Außenminister der 30 Bündnisstaaten in Brüssel aus. Eine Ausweitung des Krieges hätte "verheerende Folgen", warnte er. Die Nato stehe aber dennoch eng an der Seite der Ukraine und unterstütze das Land im Bemühen, den russischen Angriff anzuwehren.

Der Forderung der ukrainischen Regierung, die Allianz solle eine Flugverbotszone über dem Kriegsland überwachen, erteilte er eine klare Absage. Um eine Flugverbotszone zu kontrollieren, müssten Kampfflugzeuge der Nato über der Ukraine "russische Flugzeuge abschießen", sagte der Norweger.

"Wenn wir das täten, wäre ein umfassender Krieg in Europa die Folge, der viel mehr Länder einschließen und noch mehr menschliches Leid verursachen würde.
Jens Stoltenberg, Nato-Generalsekretär

Nato berät über Aufrüstung in Osteuropa

Außerdem haben die Nato-Staaten über eine weitreichende Aufrüstung im östlichen Bündnisgebiet begonnen.

Wir erwägen nun ernsthaft eine erhebliche Verstärkung unserer Präsenz - mit mehr Truppen, mit mehr Luftverteidigung, mehr Abschreckung.
Jens Stoltenberg, Nato-Generalsekretär

Details dazu seien bei einem Treffen der Verteidigungsminister am 16. März zu erwarten.

Stoltenberg wies darauf hin, dass man sich für die Entscheidung etwas mehr Zeit lassen könne, da man die Ostflanke bereits unmittelbar nach Beginn des Ukraine-Kriegs gestärkt habe. Er spielte damit darauf an, dass unter anderem Tausende zusätzliche Soldaten ins Baltikum und in Länder wie Rumänien geschickt wurden.

Montage: Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj vor einem Blick auf das zerstörte Mariupol

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Scholz besucht Bundeswehr in Brandenburg

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Wir sind nicht Teil der militärischen Auseinandersetzung, die dort stattfindet und werden es auch nicht werden.
Olaf Scholz, Bundeskanzler (SPD)

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Krieg in der Ukraine - Tote durch Drohnenangriff auf Odessa 

Bei einem Drohnenangriff auf die ukrainische Hafenstadt wurden drei Zivilisten getötet. Zudem wächst die Sorge um das AKW in Saporischschja nach der Zerstörung des Kachowka-Damms.

10.06.2023
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