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"Super Tuesday" - Biden dreht das Rennen - und geht auf Kurs gegen Sanders

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Joe Biden räumte beim "Super Tuesday" in neun Staaten ab. Sanders liegt im bevölkerungsreichen Kalifornien vorne. Entschieden ist das Rennen zwischen beiden noch lange nicht.

Joe Bidens Kandidatur war fast schon totgesagt. Nun verbucht der Ex-Vizepräsident Erfolge beim "Super Tuesday". Entschieden ist das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten trotzdem noch lange nicht.

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Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten hat der frühere US-Vizepräsident Joe Biden bei den Vorwahlen am "Super Tuesday" eine spektakuläre Siegesserie hingelegt. Der Ex-Vizepräsident gewann in mindestens neun US-Staaten, darunter im nach Delegiertenstimmen zweitwichtigsten Texas.

"Super Tuesday" bei US-Demokraten: Wer fordert Donald Trump heraus?

An Nummer eins bei den Delegiertenstimmen steht Kalifornien, wo der linke Senator Bernie Sanders siegte. Der "Super Tuesday" war der wichtigste Tag im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten - auf der Suche nach einem Herausforderer für Amtsinhaber Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl im November.

Die vorläufigen Ergebnisse der US-Vorwahlen auf einen Blick:

Biden gelingt Comeback - Buttigieg, Klobuchar, O'Rourke für Obamas Ex-Vize

Joe Biden ist die Aufholfjagd geglück, nachdem er bei Vorwahlen in Iowa, New Hampshire und Nevada nicht glänzen konnte. Der 77-Jährige kann auf starken Rückhalt bei Menschen über 45 Jahren, bei Afroamerikanern, Frauen und Menschen mit Hochschulabschluss bauen.

Die ausgeschiedenen demokratischen Präsidentschaftsbewerber Pete Buttigieg, Amy Klobuchar und Beto O'Rourke riefen ihre Anhänger dazu auf, seine Kandidatur zu unterstützen.

Biden zeigte sich am Dienstagabend siegessicher. "Erst vor wenigen Tagen haben die Presse und die Experten diesen Wahlkampf für tot erklärt", sagte er in Los Angeles. "Wir sind sehr lebendig!" Biden fügte hinzu: 

Wir sind besser als dieser Präsident. Also steht wieder auf und holt Euch das Land zurück.
Joe Biden, Präsidentschaftsbewerber

Bernie Sanders liegt in Kalifornien vorne

Bernie Sanders liegt in vier Staaten vorne - darunter Kalifornien. Er gewann dort, wo die Wähler allgemein als liberaler gelten. Der Senator aus Vermont begeistert vor allem linksgerichtete Wähler und Menschen unter 30 Jahren für sich.

Auch Sanders zeigte sich zuversichtlich, das Rennen um die Nominierung der Demokraten gewinnen zu können:

Heute Abend sage ich euch mit absoluter Zuversicht, dass wir die demokratische Nominierung gewinnen werden und wir den gefährlichsten Präsidenten in der Geschichte dieses Landes schlagen werden.
Bernie Sanders, Präsidentschaftsbewerber

Bis genau feststeht, welcher Kandidat wie viele Delegierte gewinnen konnte, können noch Tage vergehen.

Sanders gegen Biden - wie sich die Bewerber unterscheiden

Was die Zahl der bislang gewonnenen Delegierten betrifft, hat sich das Rennen praktisch in einen Wettlauf zwischen den Demokraten Sanders und Biden verwandelt. Beide sind weiß und Ende 70, aber sie haben deutlich unterschiedliche Visionen von einem künftigen Amerika.

Während Sanders sich selbst als demokratischen Sozialisten beschreibt, steht Biden für eine Politik wie unter Ex-Präsident Barack Obama, dessen Vize er war.

Sanders will mit linksgerichteten Demokraten im Kongress das politische und wirtschaftliche System der USA verändern - er spricht von "Revolution". Biden dagegen steht für pragmatischere Ansätze bei Themen wie Gesundheitsversorgung und Klimawandel.

Bloomberg, Gabbard und Warren - Verlierer des "Super Tuesdays"

Michael Bloomberg konnte keine großen Erfolge verbuchen. Der frühere Bürgermeister von New York stand erstmals auf den Wahlzetteln und konnte nach den vorliegenden Prognosen trotz einer gigantischen Werbeoffensive keinen einzigen Bundesstaat gewinnen.

Eine herbe Niederlage musste die Senatorin Elizabeth Warren (70) einstecken: Sie kam in ihrem Heimat-Bundesstaat Massachusetts nach Prognosen nur auf Platz drei. Warren hat angekündigt, bis zum Parteitag im Rennen zu bleiben.

Die fünfte Bewerberin um das Präsidentschaftsrennen der Demokraten - die Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard (38) - spielte am "Super Tuesday" keine Rolle.

"Super Tuesday": Wahlen in 14 Bundesstaaten wie etwa in Texas

Beim "Super Tuesday" fanden Wahlen in insgesamt 14 Staaten und dem Überseeterritorium Samoa über die Bewerber der Demokraten für die Präsidentschaftswahl statt. Der Kandidat wird im Juli auf einem Parteitag gekürt, im November tritt er oder sie denn gegen Präsident Donald Trump an.


Alleine in Kalifornien werden 415 Delegiertenstimmen vergeben - von insgesamt 1.344, die bei den Vorwahlen am "Super Tuesday" insgesamt zu holen sind. In Texas sind es 228 Delegiertenstimmen. Auch nach dem Superdienstag ist im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten weiterhin alles offen.

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