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Welcher fast 80-Jährige macht das Rennen?

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US-Vorwahlen am "Super Tuesday" - Welcher fast 80-Jährige macht das Rennen?

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Bei den Vorwahlen in 14 US-Staaten, dem "Super Tuesday", könnte eine Vorentscheidung darüber fallen, wer für die Demokraten gegen Donald Trump antritt. Bernie Sanders ist Favorit.

Senator Bernie Sanders und der frühere Vize-Präsident Joe Biden könnten das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten unter sich ausmachen. Sanders liegt derzeit in Umfragen in Führung.
Bernie Sanders und Joe Biden: Umfragen zufolge sind sie die Frontrunner der Demokraten im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur.
Quelle: dpa

Der Wahltag "Super Tuesday", bei dem die Präsidentschaftskandidaten der Demokraten in 14 US-Bundesstaaten hoffen, so viel wie möglich Delegiertenstimmen abzufangen, könnte zum Meilenstein für einen der Frontrunner werden. Insgesamt 1.357 der zu vergebenden 3.979 Delegierten stehen auf dem Spiel. Sollte einer der Kandidaten einen Großteil davon auf sein Konto verbuchen können, wäre das schon so etwas wie eine Vorentscheidung.

Politische Beobachter und Umfragen spiegeln das gleiche Bild wider: Der linke Senator Bernie Sanders geht als klarer Favorit ins Rennen. Der 78-Jährige könnte sich im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten gar einen riesigen Vorsprung erarbeiten.

Kandidaten der Demokraten bei der letzten Debatte vor Beginn der Vorwahlen

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von Caroline Leicht

Der Politiker mit dem weißen Haar und der dröhnenden Stimme hat in allen 14 Bundesstaaten, in denen die Demokraten am Dienstag Vorwahlen abhalten, Chancen auf einen Spitzenplatz. Im wichtigsten Staat Kalifornien sehen Umfragen den Senator weit vorne, auch in Texas liegt er in Führung. Ex-Vizepräsident Joe Biden und der Medienmilliardär Michael Bloomberg ringen um den zweiten Platz.

Bernie Sanders setzt auf soziale Gerechtigkeit

Sanders liegt nach bislang vier Vorwahlen in Führung. Er ist auch in landesweiten Umfragen Spitzenreiter unter den demokratischen Bewerbern. Er setzt im Wahlkampf auf die gleichen Themen wie schon 2016, als er sich mit Hillary Clinton ein furioses Vorwahlrennen lieferte: Soziale Gerechtigkeit, Kampf gegen die Armut, faire Einkommensverteilung, strenge Regeln für die Wall Street, und - als eine seiner wichtigsten und zugleich umstrittensten Forderungen - eine gesetzliche Krankenversicherung für alle.

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Mit "Kommunismus", wie Präsident Donald Trump gegen den "verrückten Bernie" stichelt, hat das natürlich nichts zu tun. Für US-Verhältnisse steht der Senator aus dem Bundesstaat Vermont in der Tat weit links. Nach europäischen Maßstäben wäre Sanders eher ein Sozialdemokrat.

Sanders wird gefeiert wie ein Rockstar

Er selbst beteuert, seine Vorschläge seien gar nicht "radikal", sondern in vielen Ländern Normalität. Trotzdem verspricht der 78-Jährige seinen oft jungen Anhängern die "politische Revolution" - und sorgt damit für Begeisterungsstürme wie ein Rockstar.

Alles zu den Präsidentschaftswahlen in den USA finden Sie hier:

Amerikanische Flagge vor dem Weißen Haus.

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Bei den Demokraten stößt die Linken-Ikone - kein Parteimitglied, sondern ein Unabhängiger - dagegen auf großes Unbehagen, um nicht zu sagen: erbitterten Widerstand. Viele fürchten, dass Sanders für die US-Wähler einfach zu weit links steht - und als Trump-Herausforderer gegen den Amtsinhaber untergehen würde.

Michael Bloomberg steigt offiziell ins Rennen ein

Der "Super Tuesday" ist der Startschuss und zugleich die große Bewährungsprobe für Michael Bloomberg im Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten. Nachdem der Medienmilliardär und frühere New Yorker Bürgermeister die ersten Vorwahlen ausließ, steht er am "Super Tuesday" erstmals auf den Wahlzetteln.

Der Medienmilliardär hat das Präsidentschaftsrennen der Demokraten gehörig aufgemischt, seit er im November als Nachzügler seine Kandidatur verkündete. Mehr als 500 Millionen Dollar hat der unternehmerfreundliche Mitte-Politiker seitdem aus seiner Privatschatulle in den Wahlkampf gesteckt - eine wahnwitzige Summe, mit der er alle seine Rivalen in den Schatten stellt.

Der 78-Jährige will Ex-Vizepräsident Joe Biden als wichtigsten Vertreter der politischen Mitte verdrängen und damit zum zentralen Gegenspieler des Linkspolitikers Bernie Sanders aufsteigen. Der linken Senatorin Elizabeth Warren (70) und der  Kongressabgeordneten Tulsi Gabbard (38) werden nur Außenseiterchancen eingeräumt.

Joe Biden bekam vor dem "Super Tuesday" noch einen wichtigen Schub von seinen bisherigen Konkurrenten Pete Buttigieg und Amy Klobuchar, die beide nun den Ex-Vizepräsidenten unterstützen.

Ich kann mir keinen besseren Weg vorstellen, meinen Wahlkampf zu beenden, als mich seinem anzuschließen.
Senatorin Amy Klobuchar

In jedem Fall scheint es nun wahrscheinlich, dass die Demokraten einen fast 80-Jährigen Mann ins Rennen gegen Trump (73) schicken werden. Der Kandidat muss dann die für die Demokraten wichtigen Minderheiten wie Schwarze und Latinos sowie Jungwähler begeistern, damit sie auch zur Wahl gehen.

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