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Supreme Court stärkt Rechte von LGBTQ-Menschen

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Diskriminierung am Arbeitsplatz - Supreme Court stärkt Rechte von LGBTQ-Menschen

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Das oberste Gericht der USA hat entschieden: Homosexuelle und Transmenschen dürfen wegen ihrer Sexualität am Arbeitsplatz nicht diskriminiert werden.

USA, Washington D.C.: Joseph Fons hält die Pride-Flagge vor dem US Supreme Court in Washington D.C.
In der LGBT-Community stieß das Urteil des Supreme Courts auf große Freude.
Quelle: Reuters

Der Oberste Gerichtshof der USA hat die Rechte von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen am Arbeitsplatz gestärkt. Mit sechs zu drei Stimmen entschieden die Richter am Montag, dass das Gleichbehandlungsgesetz, das Diskriminierung auf Basis des Geschlechts, der Hautfarbe, der nationalen Herkunft und der Religion verbietet, auch für homosexuelle und Transgender-Menschen gilt.

Zwei homosexuelle Männer und eine Transfrau hatten ihren jeweiligen Arbeitgeber verklagt, nachdem ihnen gekündigt worden war. Nachgeordnete Gerichte waren zu unterschiedlichen Urteilen gelangt, ob die Entlassung wegen ihrer Sexualität rechtens war. Das Oberste Verfassungsgericht kombinierte die beiden Fälle, um die Angelegenheit grundsätzlich zu entscheiden.

Konservativer Richter maßgeblich an Urteil beteiligt

Das Urteil wurde von dem konservativen Neil M. Gorsuch verfasst, der 2017 von US-Präsident Donald Trump zum Richter am Supreme Court ernannt worden war. Er schrieb, die Entscheidung sei eindeutig gewesen.

Die Antwort ist klar. Ein Arbeitgeber, der eine Person wegen Homosexualität oder Transgender entlässt, entlässt diese Person wegen Eigenschaften oder Handlungen, die sie bei Mitgliedern eines anderen Geschlechts nicht in Frage gestellt hätte.
Neil M. Gorsuch, US-Verfassungsrichter

Deshalb fielen die Betroffenen unter den intendierten Diskriminierungsschutz des Gleichbehandlungsgesetzes aus dem Jahr 1964, so Gorsuch.

LGBT-Community: Wichtige Grundsatzentscheidung

Gorsuchs Urteil schlossen sich ein weiterer konservativer, und vier liberale Verfassungsrichter an. Drei konservative Richter widersprachen dem Urteil. Trumps Regierung hatte sich in dem Rechtsstreit gegen die LGBT-Arbeiter ausgesprochen, und noch vor Kurzem eine Regelung zum Schutz von Transmenschen von Ex-Präsident Obama zurückgenommen.

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Die LGBT-Community feierte den Beschluss als wichtige Grundsatzentscheidung. Niemand könne jetzt mehr entlassen werden, nur weil sie homo- oder transsexuell seien, sagte etwa Vandy Beth Glenn, die 2007 gefeuert wurde, nachdem sie sich als transsexuell geoutet hatte.

Trump akzeptiert die Entscheidung

Präsident Donald Trump sagte, er werde "mit der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA leben". Zu Reportern im Weißen Haus sagte er, das Urteil sei "eine sehr mächtige Entscheidung".

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