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Merkel und Macron wollen vermitteln

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Syrien-Krise - Merkel und Macron wollen vermitteln

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Der Konflikt zwischen Russland und der Türkei in der Syrien-Krise spitzt sich zu. Kanzlerin Merkel und Präsident Macron wollen nun vermitteln. Die EU verurteilt die Militärs.

Auf dem Foto sind Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Emmanuel Macron bei einem Gespräch in Brüssel zu sehen. Die EU-Staatenlenker verurteilen die Offensiven der Assad-Truppen in Nordsyrien.
Kanzlerin Merkel und der französische Präsident Macron wollen im Syrien-Konflikt zwischen Russland und der Türkei vermitteln.

Am Rande des EU-Sondergipfels in Brüssel gaben Staats- und Regierungschefs eine Erklärung zur Lage der Syrien-Krise ab. Die von Russland unterstützen Angriffe der syrischen Regierungstruppen in der Provinz Idlib seien "Inakzeptabel" und sorgten für "menschliche Leiden".

Syrien-Konflikt spitzt sich zu

Die EU-Staatenlenker forderten zudem alle Konfliktparteien auf, ihre humanitären und völkerrechtlichen Verpflichtungen zu achten. Der uneingeschränkte Zugang humanitärer Hilfe zu den Konfliktgebieten müsse zugelassen werden.

Zuvor hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Präsident Emmanuel Macron angekündigt, sich wegen der erneuten Zuspitzung des Syrien-Konflikts mit den Staatschefs von Russland und der Türkei, Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan, treffen zu wollen.

Merkel und Macron hätten am Donnerstag mit Putin telefoniert, teilte Merkels Sprecher Steffen Seibert mit. Das Telefonat führten sie am Rande des Gipfels in Brüssel. Bei dem Gespräch hätten sich Merkel und Macron bereit erklärt, mit Putin und Erdogan zusammen zu kommen.

Merkel und Macron wollen politische Lösung erreichen

Merkel und Macron forderten nach Angaben des Regierungssprechers eine "politische Lösung" für Syrien. Zudem brachten sie zum Ausdruck, wie sehr "die katastrophale humanitäre Lage der Menschen in der syrischen Provinz Idlib sie besorgt".

Moskau steht im syrischen Bürgerkrieg an der Seite von Machthaber Baschar al-Assad. In ihrer im Dezember gestarteten Offensive gegen überwiegend islamistische und dschihadistische Milizen in Idlib werden die Regierungstruppen von Russland militärisch unterstützt. Die Türkei steht hingegen auf Seiten der Gegner Assads, die ihre letzte Hochburg verteidigen wollen.

UNO: Mehr als 900.000 Menschen auf der Flucht

Seit Anfang Dezember sind nach Angaben der UNO rund 900.000 Menschen aus dem umkämpften Gebiet geflohen. Dies ist die größte Flüchtlingsbewegung seit Kriegsbeginn in Syrien im Jahr 2011. Viele Flüchtlinge leben unter katastrophalen Bedingungen, rund 170.000 Menschen sind ohne jeden Schutz bitterer Kälte ausgesetzt.

Viele Regionen in Syrien sind durch die vielen Gefechte zerstört.

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