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Syrien-Konferenz bringt 6,9 Milliarden Euro

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Hilfe für Opfer des Bürgerkriegs - Syrien-Konferenz bringt 6,9 Milliarden Euro

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Zerstörung, Flucht und Armut: Die internationale Gemeinschaft will den Opfern des syrischen Bürgerkriegs zur Seite stehen und sagt Milliardenhilfen zu.

Auf der internationalen Geberkonferenz sind heute 6,9 Milliarden Euro zusammengekommen, davon fast 1,6 Milliarden aus Deutschland. Das Geld geht an Hilfsorganisationen in Syrien.

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Die internationale Geberkonferenz für Syrien-Flüchtlinge hat Hilfszusagen in Höhe von 6,9 Milliarden Euro gebracht. Wie der für Krisenhilfe zuständige EU-Kommissar Janez Lenarcic mitteilte, sind davon 4,9 Milliarden Euro für das laufende Jahr und zwei Milliarden Euro für die Zeit danach vorgesehen. Finanzinstitutionen hätten zudem günstige Kredite über sechs Milliarden Euro zugesagt.

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Allein Bundesaußenminister Heiko Maas sagte bei einer Online-Geberkonferenz 1,58 Milliarden Euro zu:

Zwar können wir uns kaum die Qualen vorstellen, die das syrische Volk durchleiden muss. Aber es ist unsere Pflicht, dieses Leid zumindest zu lindern.

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell wies darauf hin, dass mehr als sechs Millionen Syrer vor der Gewalt aus ihrer Heimat ins Ausland geflohen seien. Zudem gebe es Millionen Binnenflüchtlinge.

Syrien-Konflikt forderte Hunderttauende Menschenleben

Bei der von der EU-Kommission und den Vereinten Nationen organisierten Konferenz berieten Vertreter von mehr als 80 Staaten und Organisationen über neue Hilfen für die Leidtragenden des Bürgerkriegs in Syrien.

In dem seit mehr als neun Jahren andauernden Konflikt gab es nach Schätzungen bereits rund eine halbe Million Tote. Alle Versuche, einen politischen Übergang auf den Weg zu bringen, scheiterten bisher. Die Regierung von Präsident Baschar al-Assad kontrolliert mittlerweile wieder rund zwei Drittel des Landes.

Zuletzt sorgte eine schwere Wirtschaftskrise für zusätzliche Not. Das syrische Pfund hat in den vergangenen Monaten massiv an Wert verloren. Die Corona-Pandemie und neue US-Sanktionen haben die Lage weiter verschärft. Nach Angaben der EU waren zuletzt 11,7 Millionen Menschen in Syrien auf humanitäre Hilfe angewiesen. Hilfsorganisationen warnen, dass sich eine Hungerkrise ausbreite.

Müller: Auch für Perspektiven kämpfen

Die wirtschaftliche Situation wird schlimmer und schlimmer", sagte der Programmkoordinator der Welthungerhilfe für Syrien, Halil Kurt. Überall im Land gebe es mittlerweile Probleme bei der Versorgung mit Lebensmitteln.

Überleben statt leben -
Wirtschaftliche Lage in Syrien prekär
 

Amin ist arbeitsloser Lehrer. Das Geld wird immer knapper. Seinen vier Kindern kann er nur noch wenig bieten. Er hat Angst vor der Zukunft in Syrien.

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Mit den deutschen Hilfsgeldern werden nach Angaben von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) aber nicht nur Hunger sondern auch Perspektivlosigkeit bekämpft. Seit 2016 habe man für 360.000 Menschen kurzfristig Jobs in mehreren Nachbarländern schaffen können. Zudem könnten 750.000 syrische Kinder, die in diesen Ländern Zuflucht gefunden hätten, durch die deutsche Unterstützung wieder zur Schule gehen.

Damit leisten wir unseren Beitrag, dass keine verlorene Generation in diesem furchtbaren Konflikt heranwächst.
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