ZDFheute

EU-Staaten stellen Türkei mehr Hilfe in Aussicht

Sie sind hier:

Versorgung syrischer Flüchtlinge - EU-Staaten stellen Türkei mehr Hilfe in Aussicht

Datum:

Mehrere EU-Staaten wollen der Türkei weitere Gelder zur Versorgung syrischer Flüchtlinge in zur Verfügung stellen. Doch die finanzielle Unterstützung ist an Bedingungen geknüpft.

Treffen der Verteidigungsminister der EU-Staaten in Zagreb
Einige EU-Verteidigungs- und Außenminister haben sich vor dem Treffen in Zagreb für mehr Hilfsgelder für die Türkei ausgesprochen.
Quelle: epa

Mehrere EU-Staaten haben der Türkei weiteres Geld zur Versorgung von Flüchtlingen aus Syrien in Aussicht gestellt - vorausgesetzt Ankara macht wieder seine Grenze zur EU dicht. Derzeit übe die türkische Regierung Druck auf die EU-Außengrenzen aus und nutze das Leid von Flüchtlingen als Hebel, sagte der niederländische Außenminister Stef Blok am Donnerstag vor einem EU-Treffen in Zagreb. Wenn der Druck aufhöre, könne man die Bedürfnisse der Türkei prüfen.

Ähnlich hatte sich Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) vor seinem Abflug nach Zagreb geäußert:

Für uns ist klar: Die EU muss die Anstrengungen der Türkei bei der Aufnahme von Flüchtlingen und Migranten weiterhin auch verstärkt finanziell unterstützen.
Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD)

Klar sei auch, dass Ankara sich im Gegenzug wieder an die EU-Türkei-Erklärung halten müsse. Auch der luxemburgische Minister Jean Asselborn stellte Ankara am Donnerstag mehr EU-Geld in Aussicht: Wenn mehr Flüchtlinge in die Türkei kämen, sei in der EU der Wille da, mehr zu helfen. "Daran hängt es nicht."

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hatte bereits am Mittwoch bei Gesprächen in Ankara klargemacht, dass die Hilfe der EU nach den sechs Milliarden Euro nicht enden könne. In Zagreb sprach er sich für eine Flugverbotszone über Syrien aus:

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Bisher 3,2 Milliarden Euro EU-Gelder an die Türkei geflossen

Unter dem aktuellen Abkommen hatte die EU Ankara sechs Milliarden Euro für die Versorgung der syrischen Migranten im Land zugesagt. Davon wurden laut EU-Kommission bislang 4,7 Milliarden Euro vertraglich vergeben und rund 3,2 Milliarden ausbezahlt.

Die Türkei hat seit Beginn des Bürgerkriegs im Nachbarland Syrien rund 3,6 Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Dazu kommen viele Migranten und Flüchtlinge aus Afghanistan und anderen Ländern.

Entgegen dem Abkommen am Wochenende hatte die Türkei die Grenzen zur EU für geöffnet erklärt. Seitdem harren Tausende Migranten auf der türkischen Seite der Grenze aus; Griechenland wehrt sie mit Härte ab.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.