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Syrien: USA geben Türkei Rückendeckung

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Nach Tod türkischer Soldaten - Syrien: USA geben Türkei Rückendeckung

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Die Nato und die USA stellen sich im Syrien-Konflikt demonstrativ hinter den Verbündeten Türkei. Die droht unterdessen mit der "harten Tour" gegen Syrien.

Ein türkischer Militärhubschrauber fliegt einen Überwachungseinsatz nahe Hatay. Die Türkei droht mit einer Militäroffensive in Syrien nachdem bei einem Angriff syrischer Truppen 33 türkische Soldaten getötet wurden. Die USA haben Präsident Erdogan volle Unterstützung zugesagt.
Der türkische Präsident Erdogan will die Militärpräsenz in der syrischen Krisenregion wenn nötig erhöhen.
Quelle: epa

Aufgrund der eskalierenden Lage zwischen Syrien und dem Nato-Mitglied Türkei kam der UN-Sicherheitsrat in New York zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Der türkische UN-Botschafter Feridun Sinirlioglu machte dabei erneut deutlich, Ankara werde jede Provokation von syrischer Seite mit aller Macht beantworten.

Die Sitzung des mächtigsten UN-Gremiums wurde kurzfristig nach einem Luftangriff auf die türkische Armee in der nordsyrischen Provinz Idlib einberufen. Dabei waren am Donnerstag nach türkischen Angaben mindestens 33 Soldaten getötet worden.

Hier erfahren Sie weitere Hintergründe zum Konflikt zwischen der Türkei und Syrien von ZDF-Korrespondent Jörg Brase

"Die Türkei reagiert mit massiven Vergeltungsmaßnahmen", so ZDF-Korrespondent Jörg Brase nach syrischen Luftangriffen auf eine türkische Sicherheitszone in Idlib.

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Die meisten Mitglieder des 15-köpfigen Gremiums im UN-Sicherheitsrat forderten zur Waffenruhe auf. UN-Generalsekretär Antonio Guterres bezeichnete die Eskalation der Kämpfe im Norden Syriens als besorgniserregend.

Die Türkei erklärte, sie wolle keinen Krieg, werde aber nicht davor zurück schrecken, sollte die Sicherheit des Landes gefährdet werden.

Wenn sie es auf die harte Tour lernen wollen, können sie das haben.
Feridun Sinirlioglu, türkischer UN-Botschafter

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin haben währenddessen telefonisch versucht, die Spannungen im Konflikt in Syrien nach der jüngsten Eskalation abzubauen. Dem Kreml zufolge ging es darum, Abkommen zu der umkämpften syrischen Provinz Idlib umzusetzen. Erdogans Kommunikationsdirektor Fahrettin Altun sagte, Erdogan und Putin hätten beschlossen, sich "so bald wie möglich" zu treffen.

Weitere Informationen zum Konflikt in Syrien finden Sie hier:

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Die Nato hat unterdessen auf einer Sondersitzung des Nordatlantikrates ihrem Bündnispartner Türkei demonstrativ den Rücken gestärkt. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg forderte Russland und Syrien auf, "sich voll und ganz an den von der UNO geführten Bemühungen zu beteiligen, um eine friedliche Lösung für den Konflikt in Syrien zu finden." Über die bestehenden Maßnahmen zur Unterstützung Ankaras hinaus seien zusätzliche Unterstützungsleistungen aber nicht angedacht.

USA stellen sich hinter Türkei

Auch die USA folgten dem Ruf von Präsident Erdogan und gaben ihrem Verbündeten Türkei Rückendeckung für mögliche militärische Angriffe.

Die Türkei hat unsere volle Unterstützung, um in Selbstverteidigung auf ungerechtfertigte Angriffe auf türkische Beobachtungsposten zu reagieren.
UN-Botschafterin Kelly Craft

Die Vereinigten Staaten würden auch in den kommenden Tagen gegenüber ihrem Nato-Partner zu ihren Verpflichtungen stehen. Auch US-Außenminister Mike Pompeo teilte mit, die USA stünden nach dem "verachtenswerten" Angriff an der Seite des Nato-Bündnispartners Türkei. "Die Vereinigten Staaten verurteilen diesen Angriff auf das Schärfste", so Pompeo.

Assad muss sich an Sicherheitsrats-Resolution halten

Die Angriffe auf Idlib müssten aufhören. Die USA würden eine Wiedereingliederung der Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in die Internationale Gemeinschaft blockieren, bis diese sich an die UN-Sicherheitsrats-Resolution 2254 halte – "einschließlich eines landesweiten Waffenstillstands, der Idlib umfasst".

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