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Waffenruhe in Idlib in Kraft getreten

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Krieg in Syrien - Waffenruhe in Idlib in Kraft getreten

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Die zwischen Russland und der Türkei vereinbarte Waffenruhe ist in Kraft getreten. Kurz vor dem Ultimatum feuerten die Parteien noch Raketen ab - seitdem schweigen die Waffen.

Bei einem Treffen im Kreml in Moskau haben der türkische Präsident Erdogan und der russische Präsident Putin einen Waffenruhe für das Kriegsgebiet in Idlib beschlossen.
Die Präsidenten Erdogan und Putin beschwören Waffenruhe in Idlib - bislang scheinen sich alle Seiten daran zu halten.
Quelle: dpa

Die ausgehandelte Waffenruhe für die syrische Provinz Idlib hält nach Angaben von Bewohnern und Oppositionsvertretern zunächst weitgehend. Zuvor war die Skepsis groß gewesen. Auch nachdem sich Russlands Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Kollege Recep Tayyip Erdogan auf die neue Waffenruhe in Idlib geeinigt hatten, soll es bis kurz vor Inkrafttreten der Waffenruhe um Mitternacht Bombardements gegeben haben.

Alle Konfliktparteien hätten die jeweilige Gegenseite kurz vor dem Ultimatum noch mit letzten Luftangriffen und Artillerieüberfällen unter Druck gesetzt, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Viele Regionen in Syrien sind durch die vielen Gefechte zerstört.

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In Idlib herrscht "relative" Ruhe

Kurz nach Inkrafttreten der Feuerpause um Mitternacht (Ortszeit) herrschte in der Region dann aber eine "relative" Ruhe, wie die Beobachtungsstelle mitteilte. Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netzwerk von Informanten vor Ort. Die Angaben der Aktivisten-Organisation sind von unabhängiger Seite aber oft kaum nachprüfbar.

Weder die syrische Regierungsarmee noch die mit ihr verbündeten russischen Verbände hätten ihre Luftangriffe in Idlib fortgesetzt. Allerdings habe die syrische Regierungsarmee in an die Provinz angrenzenden Gebieten von Aleppo und Hama mehrfach Artillerie auf Positionen der Aufständischen abgefeuert.

Russland und Türkei: Ab 15. März gemeinsame Patrouillen

Laut Vereinbarung wollen Russland und die Türkei gemeinsam die Einhaltung der Feuerpause garantieren. Zudem sind ab dem 15. März gemeinsame Patrouillen vorgesehen. Außerdem soll ein Sicherheitskorridor entlang der wichtigen Verbindungsstraße M4 eingerichtet werden.

Putin beantragte für Freitag eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York hinter verschlossenen Türen, um das Gremium über die Vereinbarung zu informieren, wie die Nachrichtenagentur AFP aus diplomatischen Kreisen erfuhr.

Recep Tayyip Erdogan und Wladimir Putin

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Der Waffenstillstand soll um Mitternacht in Idlib in Kraft treten, verkündeten der türkische Präsident Erdogan und sein russischer Kollege Putin nach ihrem Treffen in Moskau.

UN-Generalsekretär António Guterres äußerte die Hoffnung, dass die Feuerpause in Idlib in eine "dauerhafte" Einstellung der Kämpfe mündet. Die dortige Bevölkerung habe bereits "enormes Leiden" hinter sich, erklärte Guterres in New York. Er forderte die Konfliktparteien zur Einleitung eines politischen Prozesses auf, um einen permanenten Stopp des Blutvergießens zu erreichen.

Bundeskanzler Kurz will Friedenszone in Syrien

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz forderte zur Syrienkrise in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe:

Die EU muss stärker aktiv werden. Die Lösung kann nur sein, eine Friedenszone in Syrien zu schaffen. Diese Mission unter UN-Mandat muss dort Stabilität und Sicherheit bieten.
Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz

Es gebe in Syrien rund sechs Millionen Binnenflüchtlinge, die eine derartige Schutzzone verdient hätten, sagte Kurz.

Karte: Syrien - Idlib - Damaskus
Quelle: ZDF
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