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Militärmanöver bei Taiwan : USA: "Überreaktion der Chinesen"

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China setzt sein Militärmanöver bei Taiwan fort. Einige der Raketen können auch als Warnung an Japan gewertet werden. Die USA sprechen von einer Überreaktion Chinas.

Mann schaut sich eine Nachrichtensendung an, in der eine Militäroperation in der Nähe von Taiwan gezeigt wird
Nachrichtensendungen berichten über die Militäroperation in der Nähe von Taiwan.
Quelle: Reuters

China hat seine großangelegten Manöver um das demokratische Taiwan am Samstag fortgesetzt. Der taiwanische Außenminister Joseph Wu verurteilte "diese gefährliche militärische Eskalation der militärischen Bedrohung, die Frieden und Stabilität in der Region zerstört". Die USA kritisierten die chinesische Reaktion auf den Besuch der US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi als "unverantwortlich".

Bei den Manövern um Taiwan "simulierte" die chinesische Volksbefreiungsarmee am Samstag nach Einschätzung des taiwanischen Militärs einen Angriff auf die Insel. Wie das Verteidigungsministerium in Taipeh berichtete, operierten zahlreiche Militärflugzeuge und Kriegsschiffe am Morgen in der Nähe Taiwans.

Trotz chinesischer Drohungen reist US-Spitzenpolitikerin Pelosi nach Taiwan. Nun bereitet sich China nicht nur auf eine Invasion Taiwans vor, sondern droht auch den USA.

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3 min
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Einige von ihnen hätten die inoffizielle, aber meist von beiden Seiten respektierte Mittellinie in der Meerenge der Taiwanstraße überquert, die das Festland und die Insel trennt. Als Reaktion habe Taiwans Militär Flugzeuge geschickt, über Funk gewarnt und Raketenabwehrsysteme mobilisiert, um die chinesischen Militärmaschinen zu verfolgen.

Raketen fliegen direkt über Taiwan

Bei den Manövern hatte China auch elf ballistische Raketen in Richtung Taiwan gestartet, von denen nach Berichten eine sogar erstmals direkt über Taiwan und unweit der Hauptstadt Taipeh flogen. Fünf landeten östlich von Taiwan in der nahe gelegenen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) Japans, was auch als Warnung an Tokio gewertet werden kann, sich aus dem Konflikt herauszuhalten.

China hat seine Militärmanöver nahe Taiwan begonnen. Peking reagiert mit den Manövern auf einen Taiwan-Besuch der US-Spitzenpolitikerin Pelosi.

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31 min
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China hatte die bis Sonntag angekündigten Manöver als Reaktion auf den Besuch der Vorsitzenden des amerikanischen Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, in Taiwan gestartet. Es war die ranghöchste Visite aus den USA seit einem Vierteljahrhundert. China ist verärgert, weil es Taiwan für sich beansprucht.

Drohnen und Flugobjekte über taiwanischen Inseln

Taiwans Militär berichtete, am späten Freitag seien zum zweiten Mal chinesische Drohnen nahe der vorgelagerten Insel Kinmen entdeckt worden, die nur zehn Kilometer von der Hafenstadt Xiamen an Chinas Küste entfernt ist. Auf der ebenfalls vorgelagerten taiwanischen Insel Matsu habe die Armee Leuchtgeschosse als Warnung gestartet, als ein unbekanntes Flugobjekt entdeckt worden sei.

vKarte: China, Taiwan und Japan
Karte: Taiwan , China und Hongkong
Quelle: ZDF

Als weitere Reaktion setzte China den Dialog mit den USA im Klimaschutz und über verschiedene Militärkanäle aus. Zusätzlich verhängte Peking nicht näher beschriebene Sanktionen gegen Pelosi und ihre direkten Familienmitglieder.

US-Außenminister: Destabilisierend und gefährlich

Die US-Regierung sprach von einer "Überreaktion der Chinesen". US-Außenminister Antony Blinken warf China vor, den Besuch der US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi in Taiwan zu benutzen, um die Spannungen um die demokratische Insel zu eskalieren.

Peking habe bereits in den vergangenen Jahren "zunehmend destabilisierende und potenziell gefährliche Aktionen in Bezug auf Taiwan durchgeführt", sagte Blinken am Samstag bei einem Besuch auf den Philippinen. Blinken sprach von einem "totalen Missverhältnis" zwischen Pelosis friedlichem Besuch einerseits und Chinas eskalierenden Militärmanövern andererseits.

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