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Afghanistan-Friedenskonferenz : Taliban wollen Verhandlungen boykottieren

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Die Taliban kündigen einen Boykott der geplanten Friedenskonferenz in der Türkei an. Bis zum Abzug aller ausländischer Truppen werde man nicht an Gesprächen teilnehmen.

Mitglieder der Taliban-Delegation bei Gesprächen in Moskau.
Mitglieder der Taliban-Delegation, darunter Mohammad Naeem, Sprecher des politischen Büros, bei einem Treffen in Moskau.
Quelle: dpa

Die radikalislamischen Taliban haben ihre Teilnahme an einer geplanten Friedenskonferenz in der Türkei vor einem vollständigen Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan ausgeschlossen.

Man werde an keiner Konferenz teilnehmen, die Entscheidungen über Afghanistan treffen soll, bis sich alle ausländischen Streitkräfte komplett aus dem Land zurückgezogen hätten, schrieb ein Sprecher des politischen Büros der Taliban, Mohammad Naeem, auf Twitter.

US-Truppenabzug bis zum 11. September

Ein US-Regierungsvertreter hatte zuvor gesagt, dass die US-Truppen bis zum 11. September abgezogen werden sollen - obwohl die USA mit den Taliban ursprünglich einen Abzug bis zum 1. Mai vereinbart hatten. Eine US-initiierte Afghanistan-Konferenz in der Türkei Ende des Monats soll den afghanischen Friedensprozess beschleunigen.

In den vergangenen Tagen und Wochen hatte es zahlreiche Konsultationen zwischen Vertretern der USA, der Türkei, der Vereinten Nationen, der afghanischen Regierung und den Taliban gegeben, um die für mehrere Tage geplante Konferenz vorzubereiten und die Positionen der Konfliktparteien einander anzunähern. Die Konferenz war bereits von Mitte auf Ende April verschoben worden.

Sie führen Krieg im Namen des Islam. Afghanistans Taliban sind zurück - 20 Jahre nach ihrer Entmachtung durch die USA und ihre Verbündeten. Ein ZDF-Team hat die Kämpfer begleitet - eine lebensgefährliche Mission.

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16 min
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Biden will sich noch diese Woche äußern

US-Präsident Joe Biden will sich nach Angaben des Weißen Hauses an diesem Mittwoch offiziell zum Abzug aus Afghanistan äußern. Die Regierung seines Amtsvorgängers Donald Trump hatte mit den Taliban bei einer Konferenz in Doha im Februar vergangenen Jahres einen Abzug aller internationalen Truppen bis zum 1. Mai vereinbart.

Die Taliban hatten bisher immer auf die Einhaltung des Doha-Abkommens gepocht und zuletzt neue Gewalt gegen Nato-Truppen angedroht, sollte die Frist nicht eingehalten werden.

USA: Afghanistan bis Herbst verlassen

Der US-Regierungsvertreter sagte, der geordnete Abzug solle vor dem 1. Mai beginnen und spätestens zum 11. September abgeschlossen werden. Allerdings könnte das Ziel auch deutlich vorher erreicht werden.

Der 11. September ist der 20. Jahrestag der Terroranschläge von New York und Washington, die Auslöser des US-geführten Militäreinsatzes in Afghanistan waren.

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