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Anleitung zu Terroranschlägen - Telegram-Gruppe kooperierte mit US-Neonazis

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In der Telegram-Gruppe "Dresden Offlinevernetzung" wurden Anleitungen für Terroranschläge, Überfälle und zur Sprengstoffbeschaffung geteilt. Involviert ist ein US-Neonazi-Netzwerk.

Was steckt hinter den Morddrohungen der Telegram-Gruppe?

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14 min
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In der Dresdner Telegram-Gruppe, die Mordpläne gegen den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer plante, wurden Anleitungen zu Terroranschlägen verbreitet. "Dresden Offlinevernetzung" kooperierte dazu mit dem US-Neonazi-Netzwerk "MZWNEWS" des Holocaustleugners John de Nugent. Das belegen bisher unveröffentlichte Audiochats und Screenshots, die der ZDF-Redaktion "Frontal" vorliegen.

Das Netzwerk um de Nugent forderte deutsche Telegram-Nutzer auf, militante Widerstandszellen zu gründen. In einem der Chats heißt es:

Bildet Kleingruppen von maximal 15 Leuten und fangt an effektiv aufzuräumen.
Telegram-Chat

Tatsächlich bildeten sich auf Bestreben von "MZWNEWS" mehr als zehn weitere sogenannte Offline-Gruppen in ganz Deutschland. Mitglieder dieser Gruppen trafen sich auch real, beispielsweise in Hamburg.

Antisemitismus und Aufrufe zur Waffengewalt

Nachfragen von "Frontal" ließ de Nugent unbeantwortet. Auf seinem Telegram-Kanal wurde die Anfrage zusammen mit antisemitischen Beschimpfungen veröffentlicht. John de Nugent war in der Vergangenheit mehrfach mit Verbindungen zu deutschsprachigen Gruppen aufgefallen.

Der Aufruf zum bewaffneten Widerstand fiel bei einigen Mitgliedern der Dresdner Telegram-Gruppe offenbar auf fruchtbaren Boden. Ihr Wortführer Daniel G. hatte in einem bislang unveröffentlichten Audio-Chat angekündigt, er wolle auf seine Waffe nachträglich eine Zielvorrichtung montieren lassen.

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Interview

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Ernste Pläne oder Fantasien?

G. befürchtete, dass ein Corona-Impf-Team vor seiner Tür auftauchen könnte. Dann wolle er mit seinem Gewehr oder einer Armbrust durch die Wohnungstür schießen: "Also, da fallen schon mal Zweie um", kommentierte G.

Im selben Chat sagte er: "Du kriegst hier die Typen dieses Regimes ohne friedliche Mittel, also ohne Gewalt, nicht mehr weg!"
Der Anwalt von G. teilte auf Nachfrage von Frontal mit:

Keiner habe jemals ernsthaft eine mögliche Straftat vorbereitet oder auch nur in Betracht gezogen.
Anwalt von Daniel G.

Waffenfund bei Razzien in Dresden

Nachdem das ZDF im Dezember die Mordpläne gegen den sächsischen Ministerpräsidenten aufgedeckt hatte, führte das Landeskriminalamt Sachsen Razzien im Großraum Dresden durch. Dabei fanden Ermittler neben einer scharfen Pistole auch erlaubnisfreie Waffen und Schwarzpulver.

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden teilte mit, dass die Ermittlungen gegen sieben Tatverdächtige andauerten: "Tatvorwurf gegen die Beschuldigten lautet auf gemeinschaftliche Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat."

Sehen Sie hier den "Frontal"-Beitrag zu den Morddrohungen gegen Kretschmer:

Politiker im Visier von Impfgegnern

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