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Mit Lieberknecht aus Thüringens Regierungskrise?

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Vorschlag von Ramelow - Mit Lieberknecht aus Thüringens Regierungskrise?

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Bodo Ramelow wünscht sich die frühere Thüringer Regierungschefin als Übergangs-Ministerpräsidentin. Mit dem Linken-Politiker verbindet sie schon länger ein gutes Verhältnis.

Der frühere Ministerpräsident Ramelow schlägt seine Vorgängerin Lieberknecht als Übergangschefin einer CDU geführten Landesregierung vor. Die CDU stellt dafür Bedingungen.

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Im Ringen um einen Weg aus der Thüringer Regierungskrise macht der frühere Ministerpräsident Bodo Ramelow von der Linkspartei einen ungewöhnlichen Vorschlag. Um das Bundesland bis zur Neuwahl politisch zu stabilisieren, soll nach seinen Vorstellungen die ehemalige Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht eine "technische Regierung" mit drei Ministern leiten. Sollte die CDU-Politikerin sich dazu bereit erklären, wäre es nicht das erste Mal, dass Ramelow und Lieberknecht auf politischer Ebene kooperieren.

Lieberknecht führte Schwarz-Rot in Thüringen an

Christine Lieberknecht blickt auf eine lange politische Karriere in Thüringen zurück: Die CDU-Frau war schon Ministerin, Partei- und Fraktionsvorsitzende, Landtagspräsidentin - und Ministerpräsidentin. Von 2009 bis 2014 führte Lieberknecht als Regierungschefin in Thüringen eine schwarz-rote Koalition an. Sie war damals die erste Frau an der Spitze eines ostdeutschen Bundeslandes.

Ich bin Thüringerin durch und durch.
Christine Lieberknecht, CDU

Vor allen Dingen aus ihrer Zeit als Landtagspräsidentin hatte sie ein gutes Verhältnis zu dem Linken-Politiker Bodo Ramelow, der damals Oppositionsführer im Landtag war. Bei der Wahl zur Ministerpräsidentin 2009 sprang Ramelow ihr nach zwei erfolglosen Wahlgängen zur Seite und sorgte mit seiner Kandidatur im dritten Wahlgang dafür, dass sich die Reihen schlossen.

Thüringer Pendant zu Kanzlerin Angela Merkel

Wie viele ostdeutsche Politiker, die nach der Wiedervereinigung Karriere machten, ist die 61-jährige Theologin. Manchen gilt die aus Weimar stammende Pastorin mit ihrem eher präsidialen Stil und ihren Hosenanzügen als regionales Pendant zu Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Der frühere Ministerpräsident Ramelow wünscht sich die frühere Thüringer Regierungschefin Lieberknecht als Übergangs-Ministerpräsidentin. Dazu ZDF-Korrespondentin Melanie Haack.

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Lieberknecht war schon zu DDR-Zeiten in die damalige Blockpartei CDU eingetreten, gehörte aber kurz vor dem Mauerfall zum Reformflügel der Partei. Wie Merkel ist Lieberknecht die Tochter eines Pfarrers. Als ältestes von vier Kindern wurde sie am 7. Mai 1958 in Weimar geboren.

Gelassenheit des Christenmenschen

Die Politik versucht die Theologin mit der Gelassenheit des "Christenmenschen" zu nehmen. Sie gilt als bodenständig. Ihr wird ein guter Instinkt für das rechte Maß und für Stimmungen nachgesagt. Sie ist mit einem Theologen verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und ist inzwischen auch Großmutter.

So reagieren Parteien in Thüringen auf Ramelows Vorschlag:

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