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Tichanowskaja fordert mehr Druck auf Belarus

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Oppositionelle vor dem Europarat - Tichanowskaja fordert mehr Druck auf Belarus

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"Mein Land, meine Nation, mein Volk brauchen jetzt Hilfe": Die belarussische Oppositionelle Tichanowskaja hat Sanktionen gegen den autoritären Staatschef Lukaschenko gefordert.

In Belarus gehen die Proteste weiter, unterdessen hat Oppositionsführerin Tichanowskaja heute vor dem Europarat gesprochen und um Unterstützung gebeten.

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Die im Exil lebende Oppositionelle Swetlana Tichanowskaja aus Belarus hat Sanktionen und mehr internationalen Druck auf den autoritären Staatschef Alexander Lukaschenko gefordert. "Mein Land, meine Nation, mein Volk brauchen jetzt Hilfe", sagte Tichanowskaja in einer Videoschalte mit einem Ausschuss des Europarats.

Tichanowskaja fordert internationalen Druck

"Wir brauchen internationalen Druck auf dieses Regime, auf dieses eine Individuum, das verzweifelt an der Macht festhält", so Tichanowskaja über Lukaschenko. Es müsse Sanktionen gegen die kriminellen Anordnungen der Regierung erlassen werden, so die 37-Jährige, die gegen den Staatschef kandidiert hatte und sich nun im EU-Land Litauen aufhält.

Die Opposition in Belarus wirft der Regierung massiven Wahlbetrug bei der Präsidentschaftswahl vom 9. August vor. Nach offiziellen Angaben hat Amtsinhaber Lukaschenko mit 80 Prozent der Stimmen gewonnen. Die Opposition fordert Neuwahlen und organisiert seit Wochen Massenproteste.

Tichanowskaja fordert Freilassung politischer Gefangener

Oppositionsführer würden in Belarus unter erfundenen Vorwürfen festgenommen, eingeschüchtert, bedroht und aus dem Land vertrieben, sagte Tichanowskaja.

Hunderte von Menschen werden eingesperrt, vergewaltigt und geschlagen. Das sollte in Europa nicht die Norm sein.
Swetlana Tichanowskaja

Sie forderte die sofortige Freilassung aller politischer Gefangener. Ihre Mitstreiterin, die Oppositionspolitikerin Maria Kolesnikowa, von der seit Montag jede Spur fehlt, sei entführt worden, sagte Tichanowskaja.

Der Aufenthaltsort der belarussischen Oppositionellen Kolesnikowa ist weiter unklar. Eine versuchte Abschiebung sei nicht unwahrscheinlich, so ZDF-Korrespondent Semm.

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Generalsekretärin befürchtet Zustand der Gesetzlosigkeit

Die Generalsekretärin des Europarats, Marija Pejcinovic Buric, appellierte an die Verantwortlichen in Belarus, die repressiven Entwicklungen im Land sofort zu beenden.

Es gebe keinen anderen Weg als den des fairen und offenen Dialogs mit der Zivilgeselschafft, um notwendige Reformen durchzuführen, erklärte Pejcinovic Buric in einer Mitteilung. Es bestehe die Gefahr, dass Belarus in einen Zustand der Gesetzeslosigkeit übergehe.

Die Opposition in Belarus wirft der Regierung massiven Wahlbetrug bei der Präsidentschaftswahl vom 9. August vor. Nach offiziellen Angaben hat Amtsinhaber Lukaschenko mit 80 Prozent der Stimmen gewonnen. Die Opposition fordert Neuwahlen und organisiert seit Wochen Massenproteste. Die Behörden gehen teils gewaltsam dagegen vor.

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