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Tod des deutschen Botschafters - Maas: Keine Verbindung zwischen Tod und Job

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Erst zwei Wochen im Amt, plötzlich gestorben: Nach dem überraschenden Tod des deutschen Botschafters in China, Jan Hecker, sieht Außenminister Maas keine Verbindung zu dessen Job.

Jan Hecker war zuvor außenpolitischer Berater der Kanzlerin. Archivbild
Jan Hecker war gerade mal zwei Wochen im Amt des deutschen Botschafters in China, als er plötzlich verstarb. (Archivbild)
Quelle: Michael Kappeler/dpa

Nur kurz nach dem Antritt seines Postens in Peking ist der neue deutsche Botschafter in China, Jan Hecker, überraschend gestorben. Der 54-Jährige war vor der Übernahme der wichtigen diplomatischen Funktion in Chinas Hauptstadt als enger außenpolitischer Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) tätig gewesen.

Die Ursache seines Todes blieb zunächst unklar. Laut Außenminister Heiko Maas (SPD) deutet nichts auf eine Verbindung zu dessen Arbeit hin.

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Kein Zusammenhang zwischen Tätigkeit und Tod

"Wir haben aufgrund der Todesumstände keine Hinweise, dass Jan Heckers Tod in irgendeinem Zusammenhang mit seiner dienstlichen Funktion als deutscher Botschafter in Peking steht", sagte Maas am Montag der Deutschen Presse-Agentur bei einem Besuch des Bundesamts für Auswärtige Angelegenheiten in Brandenburg/Havel.

Das ist für uns alle ein großer Schock gewesen, der uns völlig unvorbereitet getroffen hat.
Außenminister Heiko Maas

"Es ist für uns alle schwer zu fassen, was dort geschehen ist und dass ein Mensch so unvermittelt aus dem Leben gerissen wird, mit dem man vor kurzem noch zusammengesessen hat und wirklich große und wichtige Fragen erarbeitet hat", sagte der Außenminister.

Jan Hecker hat viel geleistet und dabei nie das Rampenlicht gesucht.
Außenminister Heiko Maas

Maas betonte: "Für alles Weitere gilt: Auch ein Diplomat und seine Familie haben ein Recht auf Privatsphäre und darauf, in Frieden zu trauern."

Erst zwei Wochen im Amt

Der gebürtige Kieler war verheiratet und hinterlässt drei Kinder. Er hatte den Posten erst im August übernommen.

Hecker wurde 2015 Leiter des damals neu geschaffenen Koordinierungsstabes Flüchtlingspolitik. Damit war er in der Flüchtlingskrise maßgeblich mitverantwortlich dafür, das von der Kanzlerin ausgegebene Versprechen "Wir schaffen das" zu erfüllen. Er rückte somit ins Machtzentrum und an Merkels Seite auf.

Jan Hecker am Rande des G7-Gipfels mit US-Präsident Joe Biden und Bundeskanzlerin Angela Merkel (Archiv Juni 2021)
Jan Hecker am Rande des G7-Gipfels mit US-Präsident Joe Biden und Bundeskanzlerin Angela Merkel (Archiv Juni 2021)
Quelle: imago/ZUMA Wire

Loyaler Begleiter an Merkels Seite

Vor seiner Entsendung nach China war der 54-Jährige im Kanzleramt seit 2017 Leiter der Abteilung Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik und damit ein enger Vertrauter der Kanzlerin. Er begleitete Merkel auf ihren Reisen.

Nach der Bundestagswahl und dem Ende der Kanzlerschaft Merkels sollte Hecker nach Einschätzung von Beobachtern für Kontinuität in dem schwierigen Verhältnis zur aufstrebenden Großmacht China sorgen. Vertreter des chinesischen Außenministeriums hatten seine Ernennung ausdrücklich begrüßt und auf seine Nähe zur Kanzlerin verwiesen, die in den zunehmenden Spannungen Europas mit China einen eher zurückhaltenden Kurs vertritt.

Keine klassische Diplomatenausbildung

Er war der erste Außenpolitik-Berater der Kanzlerin, der nicht die klassische Diplomatenkarriere durchlaufen hatte, und er galt als herausragender Aufsteiger. Von 2011 bis 2015 war der Rechts- und Politikwissenschaftler als Richter am Bundesverwaltungsgericht tätig, nachdem er von 1999 bis 2011 im Innenministerium gearbeitet hatte.

Sein damaliger Chef, der heutige Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), schrieb auf Twitter über ihn: 

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