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Tod einer Jüdin in Paris - Tausende Menschen fordern Prozess

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Ein Mann ruft in Paris "Allah Akbar" und stürzt eine Jüdin in den Tod. Ein Gericht stuft ihn wegen Drogenkonsums als unzurechnungsfähig ein. Dagegen gibt es jetzt massive Proteste.

Halimi wurde 2017 vom Balkon ihrer Wohnung in Paris geworfen. Ein Gericht erklärte den mutmaßlichen Täter wegen einer Psychose in Folge von Drogenkonsum für unzurechnungsfähig.

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Mehr als 25.000 Menschen haben in Frankreich gegen die Entscheidung eines Gerichts protestiert, die Tötung einer Jüdin nicht juristisch zu verfolgen. Der Täter wurde wegen einer Psychose nach Drogen- und Alkoholkonsum für unzurechnungsfähig erklärt und sitzt für mindestens 20 Jahre in der Psychiatrie.

Der 27-Jährige hatte 2017 in Paris unter "Allah-Akbar"-Rufen auf seine 65-jährige Nachbarin eingeprügelt und sie vom Balkon gestürzt.

Proteste auch in London und Israel

Die Hinterbliebenen der Frau hatten dagegen geklagt, dass ihm nicht der Prozess gemacht wurde, unterlagen jedoch Mitte April vor dem Pariser Kassationshof, der obersten juristischen Instanz Frankreichs. Sie wollen nun vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen.

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Proteste gab es am Sonntag auch in London und in Israel. Hunderte Menschen versammelten sich vor der französischen Botschaft in Tel Aviv, darunter mehrere Parlamentsabgeordnete.

Macron hatte sich Anfang der Woche für eine Gesetzesänderung ausgesprochen, wonach Gewalttäter nicht mehr wegen Drogenkonsums für schuldunfähig erklärt werden sollten. Justizminister Eric Dupond-Moretti kündigte am Sonntag einen entsprechenden Gesetzentwurf bis Ende Mai an.

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