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Tod von George Floyd - Obama: Proteste eine "unglaubliche Chance"

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Nach den US-Protesten wegen des gewaltsamen Todes des Schwarzen Floyd melden sich vier Ex-Präsidenten zu Wort - auch Barack Obama. Er hält die friedlichen Demos für gerechtfertigt.

Selten war die Zerrissenheit Amerikas so offensichtlich wie in diesen Tagen. Nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd durch einen Polizisten, wühlen Proteste das Land auf. Präsident Trump heizt die Stimmung mit seinen Statements weiter an.

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Nach dem Tod das Afroamerikaners George Floyd und den anhaltenden Protesten haben die vier noch lebenden früheren US-Präsidenten systematischen Rassismus in den USA verurteilt. Ex-Präsident Barack Obama, der bislang einzige schwarze US-Präsident, bezeichnete die friedlichen Proteste als Chance, Fortschritte im Kampf gegen den "institutionalisierten Rassismus" in den USA zu machen.

Obama: Ereignisse eine "unglaubliche Chance"

Am Montag hatte er erklärt, die Proteste seien Ausdruck einer echten und legitimen Enttäuschung über ein "jahrzehntelanges Versagen" bei der Reform von Polizei und Strafjustiz.

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Es sei beeindruckend und ein Zeichen der Hoffnung, dass sich Menschen aller Gesellschaftsschichten und Hautfarben an den Protesten im ganzen Land beteiligten, sagte Obama nun. Die jüngsten Ereignisse seien eine "unglaubliche Chance" weil vielen Menschen bestehende Benachteiligungen erstmals bewusst würden. Es finde ein "Mentalitätswechsel"statt, sagte er.

Die jüngsten Ereignisse sind eine unglaubliche Chance.
Barack Obama, Ex-US-Präsident

Auch Jimmy Carter, Bill Clinton und George W. Bush kritisierten in Stellungnahmen die anhaltende Ungleichheit und die Benachteiligung Schwarzer in den USA. Bei allen klang auch - mehr oder weniger direkt - Kritik an der Regierung von Präsident Donald Trump mit. Trump hat Floyds Tod mehrfach scharf verurteilt. Ihm wird jedoch vorgeworfen, sich nicht klar gegen Rassismus zu positionieren und nicht genug Verständnis zu zeigen für den Zorn über anhaltende Diskriminierung und Ungerechtigkeit im Land.

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hat der "Black Lives Matter"-Bewegung in einer Ansprache an die Bevölkerung gedankt. Durch sie fände ein Umdenken statt.

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Carter: Unmoralische wirtschaftliche Ungleichheit

Ex-Präsident Carter erklärte am Mittwoch, es müsse mehr getan werden, um dem systematischen Rassismus in den USA zu begegnen. "Wir brauchen eine Regierung, die so gut ist wie ihre Bevölkerung. Wir sind besser als das", schrieb der Demokrat. Es sei Zeit, sich gegen Diskriminierung in Polizei und Justiz sowie die anhaltende "unmoralische" wirtschaftliche Ungleichheit aufzulehnen, forderte er.

Wir sind besser als das!
Jimmy Carter

George W. Bush: "Schockierendes Versagen"

George W. Bush hatte am Dienstag erklärt, es sei ein "schockierendes Versagen", dass viele Afroamerikaner in ihrem Heimatland immer noch Belästigungen und Bedrohungen ausgesetzt seien. "Wie beenden wir systematischen Rassismus in unserer Gesellschaft?" Schwarze erlebten die wiederholte Verletzung ihrer Rechte "ohne eine dringliche und adäquate Antwort von Amerikas Institutionen".

Wie beenden wir systematischen Rassismus in unserer Gesellschaft?
George W. Bush

Bill Clinton: Politiker müssen Fehler einräumen

Ex-Präsident Clinton hatte am Samstag erklärt, Floyds Tod sei der "jüngste Fall in einer langen Reihe von Tragödien und Ungerechtigkeiten sowie eine schmerzhafte Erinnerung daran, dass die Hautfarbe einer Person immer noch festlegt, wie diese in fast jeder Lebenslage in Amerika behandelt wird". Alle Amerikaner müssten sich gegen Rassismus auflehnen, vor allem aber Politiker müssten Fehler einräumen und Verantwortung übernehmen, forderte er.

Lange Reihe von Tragödien und Ungerechtigkeiten
Bill Clinton
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