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Tote Zivilisten in Butscha : Scholz: Putin wird "die Folgen spüren"

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In einer Ansprache zu den in Butscha getöteten Zivilisten hat Bundeskanzler Scholz neue Sanktionen gegen Russland angekündigt. Moskau warf er "Kriegsverbrechen" in der Ukraine vor.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat nach mutmaßlichen Gräueltaten russicher Truppen im ukrainischen Butscha neue Sanktionen gegen Russland in Aussicht gestellt.

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Bundeskanzler Olaf Scholz hat nach den mutmaßlichen Gräueltaten russicher Truppen im ukrainischen Butscha neue Sanktionen gegen Russland in Aussicht gestellt.

Wir werden im Kreis der Verbündeten in den nächsten Tagen weitere Maßnahmen beschließen.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD)

Weitere Details nannte der SPD-Politiker am Sonntag nicht. Der russische Präsident Wladimir Putin und seine Unterstützer würden die Folgen spüren. "Und wir werden der Ukraine weiterhin Waffen zur Verfügung stellen, damit sie sich gegen die russische Invasion verteidigen kann."

Scholz: "Ermordung von Zivilisten ist Kriegsverbrechen"

Scholz beschrieb die Szenen aus Butscha, einem Vorort von Kiew, der bis vor wenigen Tagen von russischen Truppen besetzt war: "Straßen übersät mit Leichen. Notdürftig verscharrte Körper." Er betonte:

Die Ermordung von Zivilisten ist ein Kriegsverbrechen. Diese Verbrechen der russischen Streitkräfte müssen wir schonungslos aufklären.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD)

Scholz forderte Russland Präsident Wladimir Putin erneut zum sofortigen Waffenstillstand auf. "Es ist ein furchtbarer, sinnloser und durch nichts zur rechtfertigender Krieg", fügte er hinzu. Auch Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hatte bereits schärfere Sanktionen gegen Russland angekündigt.

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Was ist in Butscha geschehen?

In der Kleinstadt Butscha, nordwestlich der Hauptstadt Kiew, wurden seit dem Abzug der russischen Streitkräfte zahlreiche getötete Zivilisten gefunden. Laut dem Bürgermeister von Butscha über 300 Einwohner während der einen Monat dauernden russischen Besatzung ums Leben gekommen.

Karte - Ukraine - Butscha - 29.03.2022
Quelle: ZDF

Mit der Rückeroberung der Region um die Hauptstadt Kiew hat sich der ukrainischen Armee nach wochenlangen Kämpfen ein Bild des Schreckens geboten. Die russischen Streitkräfte hätten "eine totale Katastrophe und zahlreiche Gefahren" hinterlassen, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Facebook. Er warnte vor vermintem Gebiet und weiteren Luftangriffen.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko warf russischen Truppen in Butscha ebenfalls Kriegsverbrechen vor. "Das, was in Butscha und anderen Vororten von Kiew passiert ist, kann man nur als Völkermord bezeichnen", sagte er der "Bild"-Zeitung. Es seien grausame Kriegsverbrechen, die der russische Präsident Wladimir Putin zu verantworten habe. Es seien Zivilisten mit verbundenen Händen erschossen worden.

[Lesen Sie hier, welche Informationen zu den Toten von Butscha bislang gesichert sind:]

Zerstörungen in Butscha am 02.04.2022

Tote Zivilisten am Straßenrand - Was zum "Massaker von Butscha" bekannt ist 

In Butscha nahe Kiew wurden nach dem russischen Abzug Dutzende tote Zivilisten gefunden, teils gefesselt und mit Kopfschüssen. Was über das mögliche Kriegsverbrechen bekannt ist.

von Nils Metzger

EU-Ratspräsident Michel spricht von "Massaker"

Die EU will nach Angaben von Ratspräsident Charles Michel die Untersuchung von "Gräueltaten" der russischen Armee in Vororten von Kiew unterstützen. Michel zeigte sich im Onlinedienst Twitter "erschüttert" über Bilder aus dem ukrainischen Ort Butscha und sprach von einem "Massaker". Die EU werde bei der "Sammlung der notwendigen Beweise für die Verfolgung vor internationalen Gerichten" helfen. Zugleich kündigte er weitere EU-Sanktionen gegen Russland und Unterstützung für die Ukraine an.

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Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell twitterte, er sei über die Berichte über Gräueltaten der russischen Truppen "schockiert". Sie müssten vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) aufgeklärt werden.

Laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatten Soldaten bereits kurz nach Besetzung der Stadt Butscha Anfang März mehrere Männer zusammengetrieben und erschossen. Andere Augenzeugenberichte, die die Menschenrechtsorganisation aufführt, berichteten von Plünderungen und sexueller Gewalt.

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10.08.2022
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